Mariahof

Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Mariahof in Österreich, für den Bezirk in der Stadt Trier siehe Trier-Mariahof
Mariahof
Wappen von Mariahof
Mariahof (Österreich)
Mariahof
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murau
Kfz-Kennzeichen: MU
Fläche: 32,7 km²
Koordinaten: 47° 6′ N, 14° 24′ O47.114.4963Koordinaten: 47° 6′ 0″ N, 14° 24′ 0″ O
Höhe: 963 m ü. A.
Einwohner: 1.344 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 41,1 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8812, 8820
Vorwahl: 03584
Gemeindekennziffer: 6 14 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Adendorf 225
8812 Mariahof
Website: www.mariahof-steiermark.at
Politik
Bürgermeister: Peter Präsent (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
8
6
1
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Mariahof im Bezirk Murau
Dürnstein in der Steiermark Frojach-Katsch Krakaudorf Krakauhintermühlen Krakauschatten Kulm am Zirbitz Laßnitz bei Murau Mariahof Mühlen Murau Neumarkt in Steiermark Niederwölz Oberwölz Stadt Oberwölz Umgebung Perchau am Sattel Predlitz-Turrach Ranten Rinegg Sankt Blasen Sankt Georgen ob Murau Sankt Lambrecht Sankt Lorenzen bei Scheifling Sankt Marein bei Neumarkt St. Peter am Kammersberg St. Ruprecht-Falkendorf Scheifling Schöder Schönberg-Lachtal Stadl an der Mur Stolzalpe Teufenbach Triebendorf Winklern bei Oberwölz Zeutschach SteiermarkLage der Gemeinde Mariahof im Bezirk Murau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf die Kirche von Mariahof vom Ortsteil Vockenberg aus
Blick auf die Kirche von Mariahof vom Ortsteil Vockenberg aus
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Mariahof ist eine Gemeinde mit 1344 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mariahof liegt im Murtal am Neumarkter Sattel, einer Passstraße, die das Murtal mit dem Gurktal verbindet. Die Gemeinde besteht aus 17 Ortsteilen: Forst, Baierdorf, Schachen, Rußdorf, Bahnhof, Adendorf, Vockenberg, Neudorf, Steinberg, Hoferdorf, Oberdorf, Diemersdorf, Ob der Kirche, Berg, Stadlob, Klachel und Lambach.

Geschichte

Die Pfarrkirche wurde 1066 als „ecclesia Grazluppa“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1103 wurde sie dem Benediktinerstift Sankt Lambrecht zugeschlagen. Der im 14. Jahrhundert neu errichtete Kirchenbau wurde nach seiner Zerstörung durch die Ungarn zwischen 1482 und 1511 im spätgotischen Stil erneuert und zur Wehranlage umgebaut.

Gemeinde

Die 1849/50 gegründete und aus den Katastralgemeinden Adendorf und Baierdorf bestehende Ortsgemeinde hieß ursprünglich Adendorf und wurde 1881 in Mariahof umbenannt.[1]

Bevölkerung

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 1.327 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist seit 1951 (1.391) nahezu unverändert. 99,1 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 94,4 % der Einwohner, 3,7 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Ruine Steinschloss: Die ehemalige Festung wurde um 1131 erbaut und liegt in einer Seehöhe von 1180 m, womit sie als höchstgelegene Burg der Steiermark gilt.
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  • Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
  • Furtner Teich: Der in der Eiszeit entstandene Teich ist heute in ein 13 Hektar großes Naturschutzgebiet eingebettet. Bekannt wurde er durch Blasius Hanf, einem Pater des Benedtiktinerstifts St. Lambrecht, der im 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Ornithologen Österreichs galt.
  • Vivarium: Das Vivarium ist das Naturpark-Informationszentrum von Mariahof. Neben der heimischen Pflanzen- und Tierwelt werden auch Flora und Fauna des Amazonasgebiets präsentiert. Nach finanziellen und Auslastungsschwierigkeiten ist das Vivarium seit 3. Oktober 2011 geschlossen. Die Wiedereröffnung war nach Neuausrichtung für Juni 2012 geplant, ein Termin für die Neueröffnung ist aktuell nicht bekannt (Stand: September 2012).
  • Dürnberger Moor: Das Dürnberger Moor ist ein rund 12000 Jahre altes Latschen-Hochmoor. Es ist rund 16 Hektar groß und vorwiegend mit Torfmoosen der Arten Magellans Torfmoos (Sphagnum magellanicum) und Rötliches Torfmoos (Sphagnum rubellum) bewachsen. Zu den hier vorkommenden Pflanzen zählen das Scheidige Wollgras, die Rosmarinheide, die Moosbeere, die Moorheidelbeere und die Besenheide. Zu den hier vorkommenden Tierarten zählt das Birkhuhn.

Wirtschaft und Infrastruktur

Dürnberger Moor
Blick auf Mariahof, rechts der Furtner Teich, im Hintergrund der Zirbitzkogel

Mariahof ist ein Sommertourismusort mit etwa 30-35.000 Übernachtungen. Im verarbeitenden Gewerbe spielt die Holzverarbeitung die größte Rolle, weiters gibt es ein Schotterwerk.

Die Gemeinde hat mit dem Haltepunkt (ehemals Bahnhof) Mariahof-Sankt Lambrecht eine Station an der Rudolfsbahn. Von dort aus führte außerdem von 1945 bis 1951 der Oberleitungsbus Sankt Lambrecht zum Dynamitwerk der Firma Dynamit Nobel.

Politik

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Die ÖVP stellt mit Peter Präsent den Bürgermeister sowie mit Florian Plank den Vizebürgermeister.

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 10. September 1930.
Wappenbeschreibung: Ein durch ein goldenes Fadenkreuz viergeteilter Schild. Im rechten oberen blauen Felde erhebt sich eine Burgruine aus weissem Mauerwerk auf einer grünen Anhöhe. Zur Ruine führt ein aus dem linken Untereck kommender steil ansteigender Weg. Im linken oberen gleichfalls blauen Felde steht auf grünem Rasenboden eine gelbbraun gefärbte Kuh. Im rechten unteren grünen Felde erscheint ein rotgekrönter und gewaffneter silberner Panther, der aus dem Rachen Flammen hervorstößt. Im linken unteren gleichfalls grünen Felde erhebt sich auf hellgrünem Boden ein aus weissem Mauerwerk erbautes und rot bedachtes Gebäude. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbene Randeinfassung.[2]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter von Mariahof

Literatur

  • Walter Brunner: Mariahof. Geschichte des Lebens und Leidens der Menschen einer Kleinregion von den Anfängen bis zur Gegenwart. Eigenverlag der Ortsgemeinde Mariahof, Mariahof 2004
  • Walter Sepp: 900 Jahre Pfarre Mariahof. Judenburg 1966

Weblinks

 Commons: Mariahof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kundmachung des k.k. Statthalters in Steiermark vom 21. October 1881 bezüglich der Aenderung des Namens der Gemeinde Adendorf in jenen von Mariahof.
  2. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 13, 1963, S. 77