Mariazellerland

Das Mariazellerland liegt in einem Tal in der Obersteiermark nahe der niederösterreichischen Grenze. Hauptort ist Mariazell, der mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Mariazellerland umfasst folgende Gemeinden bzw. Orte:

Gußwerk ist dabei flächenmäßig die größte Gemeinde mit einer Gesamtausdehnung von 285,38 km².

Geschichte

Historische Ansicht von Mariazell, ca. 1900

Im 6. Jahrhundert n. Chr. nahmen Slawen von dem Land Besitz. 1025 machte Kaiser Konrad II. seiner Schwägerin Beatrix Teile der Grafschaft im Mürztal zum Geschenk. Bei der Schenkung handelte es sich um 100 Huben, zu denen auch das Gebiet des späteren Marktes Mariazell gehörte. Langjährige Streitprozesse endeten im Jahr 1151 zugunsten des Stiftes St. Lambrecht. Es dürfte schon kurz darauf zur Teilung des Pfarrgebietes Mariazell und der Herrschaft Aflenz gekommen sein. Der 21. Dezember 1157 gilt traditionellerweise als Gründungstag von Mariazell. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der heute mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs. Mariazell war schon im 19. Jahrhundert einer der am stärksten besuchten Fremdenverkehrsorte Österreich-Ungarns. Am 2. Mai 1907 nahm der Personenverkehr auf der Mariazellerbahn bis Mariazell den Betrieb auf

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Wallfahrts- und Urlaubsort Mariazell stellt die Hauptattraktion des Mariazeller Landes dar. Der Ort ist auch Sitz des Tourismusverbandes Mariazeller Land.

St. Sebastian nördlich von Mariazell beherbergt die meisten Infrastruktureinrichtungen des Mariazellerlandes, u.a. auch den südlichen Endpunkt der Mariazellerbahn. Die B20 Mariazeller Straße führt von St. Pölten über den Seebergsattel nach Kapfenberg im Mürztal.

Weblinks