Marienambulanz

Das Ambulatorium Caritas Marienambulanz in Graz bietet medizinische Erst- und Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung und für Menschen, die versichert sind, für die aber die Schwelle in das bestehende Gesundheitssystem zu hoch ist.

Die Marienambulanz bietet seit ihrer Eröffnung im April 1999 eine niedrigschwellige allgemeinmedizinische Primärversorgung für jene Menschen an, die keine Krankenversicherung haben (In- und Ausländer), illegal in Österreich leben, aber auch für versicherte Personen (In- und Ausländer), die aus den unterschiedlichsten Gründen (zum Beispiel Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Scham, Wunsch nach Anonymität, schlechte Erfahrungen, fehlendes Wissen, sprachliche Barrieren etc.) die Schwelle in das öffentliche Gesundheitswesen nicht überwinden können.

Bedarfsgerechte Versorgung bedeutet im Falle der Marienambulanz vor allem interdisziplinäre, zielgruppenorientierte Versorgung mit im Vergleich zu anderen Versorgungseinrichtungen deutlich verringertem Risiko von Fehl-, Über- und/oder Unterversorgung. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet die Marienambulanz mit 27 Mitarbeitern [1] eine

  • allgemeinmedizinische Versorgung von Montag bis Freitag, eine
  • psychiatrische Ordination einmal wöchentlich, eine
  • Diabetesordination im Abstand von drei Wochen und eine
  • Hypertonieordination im Abstand von zwei Wochen.

Weiters gibt es eine Rollende Ordination – genannt „Louisenbus[2], einmal wöchentlich – sowie Streetwork im Drogenbereich in Form einer aufsuchenden medizinischen Beratung und Betreuung zweimal wöchentlich.

Zwischen 1999 und 2005 wurden von der vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, der steiermärkischen Landesregierung – Sozialressort, der Stadt Graz – Gesundheitsamt und der Caritas der Diözese Graz-Seckau als Trägerin finanzierten Caritas Marienambulanz über 4.000 Personen aus rund 70 verschiedenen Staaten behandelt [3]

Am 8. Februar 2007 wurde Christine Anderwald, die seit April 1999 für die Marienambulanz tätig ist und diese seit 2005 leitet, von Landeshauptmann Franz Voves in der Grazer Burg mit dem „Menschenrechtspreis des Landes Steiermark für das Jahr 2006“ ausgezeichnet[4].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.oe-journal.at/Aktuelles/!2007/0207/W1/20902preisStmk.htm
  2. http://oe1.orf.at/70925.html
  3. http://sozialmarie.org/uploads/tx_submission/Marienambulanz.pdf
  4. http://www.oe-journal.at/Aktuelles/!2007/0207/W1/20902preisStmk.htm (Abgerufen am 13. Mai 2008)