Markus Hengstschläger

Markus Hengstschläger (* 28. April 1968 in Linz) ist ein österreichischer Genetiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hengstschläger studierte Genetik an der Universität Wien und promovierte 1992 am Vienna Biocenter. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Yale University in den USA leitete er die genetischen Labors der Frauenklinik Wien. 2003 wurde Hengstschläger zum Universitätsprofessor für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien berufen. Hengstschläger hat außerdem eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachhumangenetiker. Heute ist er Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik[1] und Organisationseinheitsleiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik[2] an der Medizinischen Universität Wien und leitet die genetische Abteilung des Wunschbaby Zentrums, Institut für Kinderwunsch, Wien[3]. Sein gegenwärtiger Forschungsschwerpunkt liegt in der Grundlagenwissenschaft und Routinediagnostik im Bereich der medizinischen Genetik. Er ist auch Moderator der Medizin- und Wissenschaftssendung „Radiodoktor“ im Radio Ö1 des ORF. Seit September 2010 ist er Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und seit 2011 stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Bioethikkommission[4]. Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Leiter des im Dezember 2010 gegründeten oberösterreichischen Think Tanks ACADEMIA SUPERIOR – Gesellschaft für Zukunftsforschung[5]. Im September 2012 wurde er als Mitglied des Personenkomitees zur Beibehaltung der Wehrpflicht der ÖVP genannt.[6]

Leistungen

Internationale Anerkennung fand Hengstschläger durch seine Forschungen an der Erbkrankheit Tuberöse Sklerose, die Entdeckung von Stammzellen in humanem Fruchtwasser[7][8][9] sowie durch seine Innovationen im Bereich der pränatalen und postnatalen genetischen Diagnostik.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Erwin Schrödinger Stipendium
  • Amersham Pharmacia Preis
  • Clexo-Preis
  • Förderungspreis des Fonds der Stadt Wien für innovative Krebsforschung
  • Schrödinger Lecturer, Irland
  • Goldenes Buch für „Die Macht der Gene“[10]
  • Buchliebling 2007 für „Die Macht der Gene“
  • Co-Autor der vom Wissenschaftsjournal Science zum „Breakthrough of the year 2008“ gewählten Publikation[11]
  • Buchliebling 2012 für „Die Durchschnittsfalle: Gene – Talente – Chancen“[12]

Schriften (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.meduniwien.ac.at/medizinische-genetik
  2. http://www.meduniwien.ac.at/hp/pathobiochemie-genetik/
  3. http://wunschbaby.at/DE/home/institut/team/biografien/biografie_hengstschlaeger.aspx
  4. http://www.bundeskanzleramt.at/site/6742/default.aspx
  5. http://www.academia-superior.at/personen
  6. http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1288050/MiklLeitner_Keine-Alternative-zum-Zivildienst
  7. http://www.newscientist.com/article/dn3886-amniotic-fluid-may-hold-ethical-stem-cells.html
  8. http://www.sciencedaily.com/releases/2003/06/030630105858.htm
  9. http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/3031848.stm
  10. http://www.buecher.at/show_content.php?sid=122&detail_id=118
  11. http://www.meduniwien.ac.at/homepage/news-und-topstories/de/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=621&cHash=6d4743daa8
  12. http://derstandard.at/1345164827537/Niavarani-und-Hengstschlaeger-ausgezeichnet