Markus Ragger

Markus Ragger 2010.jpg
Markus Ragger, Athen 2010
Land OsterreichÖsterreich Österreich
Geboren 5. Februar 1988
Klagenfurt
Titel FIDE-Meister (2003)
Internationaler Meister (2005)
Großmeister (2008)
Aktuelle Elo-Zahl 2655 (Dezember 2012)
Beste Elo-Zahl 2677 (September 2012)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Markus Ragger (* 5. Februar 1988 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Schachspieler.

Das Schachspielen lernte er im Alter von zwei Jahren von seinen Großeltern.[1] Mit sechs Jahren begann Markus Ragger auf Vereinsebene beim SK Maria Saal Schach zu spielen. Dort spielt er immer noch, inzwischen in der höchsten österreichischen Liga. Ragger spielte aber auch schon in der griechischen Mannschaftsmeisterschaft (für Korydallos) sowie Vereinsschach in Kroatien, Slowenien (für den ŽŠK Maribor) und Bosnien. In der deutschen Schachbundesliga spielt er für die Schachgesellschaft Solingen. Trainiert wurde er vom bei Maria Saal spielenden Schachgroßmeister Duško Pavasovič und von GM Artur Jussupow, aber auch vom österreichischen Nationaltrainer Zoltán Ribli.[2]

1996 wurde er als Achtjähriger österreichischer U10-Staatsmeister, danach gelang es ihm noch sechsmal, österreichische Jugendmeisterschaften zu gewinnen, zum Beispiel die U14-Meisterschaft im Mai 2002 in Saalfelden. 2002 belegte er in Iraklio bei der Weltmeisterschaft U14 den vierten Platz. FIDE-Meister ist er seit 2003, Internationaler Meister seit 2005 und damit Österreichs bisher jüngster Internationaler Meister. Die ersten beiden Normen erreichte er im März 2005 innerhalb von zwei Wochen in Deizisau: bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft und dem Neckar-Open. Die dritte Norm erreichte er in der 2. österreichischen Bundesliga in Leoben. 2005 wurde er in Kärnten mit großem Vorsprung zum Sportler des Jahres gewählt. Im August 2004 wurde im österreichischen Mureck die Jugend-EU-Meisterschaft ausgetragen, die er in der Kategorie U16 gewinnen konnte. Im November des gleichen Jahres belegte er bei der Weltmeisterschaft U16, wiederum in Iraklio, den achten Platz. Bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft 2005 belegte er den zweiten Platz.

Im Juli 2007 belegte er in Velden Platz eins auf dem Kärntner Schachfestival (Offene Kärntner Meisterschaft) und erreichte eine GM-Norm. Im Oktober/November 2007 blieb er bei der Mannschaftseuropameisterschaft in Iraklio/Kreta am Spitzenbrett des österreichischen Teams ungeschlagen und erspielte seine zweite GM-Norm. Die abschließende Norm erzielte er in der Saison 2007/08 in der österreichischen Bundesliga, sodass ihm im März 2008 der Großmeister-Titel verliehen wurde. Er ist damit nach dem im Jahr 2000 verstorbenen Karl Robatsch der zweite Kärntner Großmeister. Im Juli 2008 gewann er in Leoben die österreichische Staatsmeisterschaft. Den Titel konnte er 2009 in Jenbach und 2010 in Wien verteidigen. Bei der Einzeleuropameisterschaft erreichte er nach einem 65. Platz 2007 in Dresden (an 194 gesetzt), einem 74. 2009 in Budva (an 116 gesetzt) und einem 46. Platz 2010 in Rijeka (an 122 gesetzt) 2011 in Aix-les-Bains, an 73 gesetzt, den sechsten Platz. Er ließ dabei sieben Spieler mit einer Elo-Zahl von mehr als 2700 hinter sich.

Seine bisher höchste Elo-Zahl betrug 2677 im September 2012, damit war er vor Dawit Schengelia erster der österreichischen Elo-Rangliste, Nummer 74 der FIDE-Weltrangliste und der erste Österreicher, der je ein FIDE-Rating von über 2600 erreicht hat.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Großmeister für die Ewigkeit in der Kleinen Zeitung vom 17. März 2008
  2. Interview vom 1. Dezember 2010 von Georgios Souleidis