Martin Drescher

Martin Drescher (* 25. Juni 1888 in Raiding; † 5. November 1959 in Oberpullendorf) war ein österreichischer Landwirt und Politiker (Landbund/ÖVP). Drescher war verheiratet, Mitglied des Bundesrats und Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Martin Drescher wurde als Sohn des Landwirts Franz Drescher aus Raiding geboren. Er besuchte die Volksschule und war in der Folge als Landwirt tätig. Drescher war 1924 Bezirksobmann des Bauernbundes/Landbundes und wurde in der Folge in den Landesparteivorstand des Landbundes gewählt. Drescher war zudem von 1926 bis 1927 sowie 1928 Obmann-Stellvertreter im Landbund. 1945 erklärte Drescher, dass es im Burgenland keinen Landbund mehr geben werde und wurde Mitglied der ÖVP.

Drescher war zwischen dem 5. Dezember 1930 und dem 31. Oktober 1934 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und gehörte zwischen dem 29. April 1925 und dem 20. Mai 1927 dem Bundesrat an, nachdem er für Alfred Walheim nachgerückt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Drescher von 1945 bis 1946 das Amt des Bürgermeisters von Raiding inne und wurde erneut in den Bundesrat gewählt, in dem er vom 6. Dezember 1949 bis zum 22. Juni 1956 die ÖVP vertrat. Drescher wurde nach seinem Tod auf dem Friedhof von Raiding bestattet.

Auszeichnungen

Literatur

  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. I. Teil (1923-1938). Eisenstadt 1972
  • Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. II. Teil (1945–1995). Eisenstadt 1996 (Burgenländische Forschungen; 76), ISBN 3-901517-07-3.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952