Martin Graf

Dieser Artikel beschreibt den österreichischen Politiker. Zu weiteren Personen dieses Namens siehe Martin Graf (Begriffsklärung).
Martin Graf (2004)

Martin Graf (* 11. Mai 1960 in Wien) ist ein österreichischer Jurist und Politiker (FPÖ). Von 1994 bis 2002 sowie seit 2006 vertrat bzw. vertritt er seine Partei als Abgeordneter im Nationalrat. Seit dem 28. Oktober 2008 hat er das Amt des dritten Nationalratspräsidenten inne. Graf bekleidete zudem mehrere hochrangige Posten in österreichischen Unternehmen und betätigt sich als Publizist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ausbildung

Graf besuchte 1966 bis 1970 die Volksschule in Wiener Bezirk Donaustadt sowie anschließend 1970 bis 1975 das Gymnasium im Bezirk Leopoldstadt und bis 1979 das Bundesoberstufenrealgymnasium in Krems. Von 1979 bis 1980 absolvierte er den Grundwehrdienst als Sanitätsgefreiter beim Österreichischen Bundesheer. Graf hat sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien im Jahr 1987 mit dem Mag. iur. und daraufhin 1994 mit dem Grad Dr. iur. abgeschlossen.[1]

Burschenschafter

Graf ist Mitglied der Burschenschaft Olympia, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem eingestuft wird.[2] Im Gegenzug bezeichnet Graf das DÖW als „eine sehr links angesiedelte Organisation“, für die „jede Position, die nicht links angesiedelt ist, bereits rechtsextrem“ sei.[3] Heute ist er Alter Herr der Olympia.

Graf ist Sprecher der Burschenschafter-Initiative SOS Grundrechte und Demokratie.

Nichtpolitische berufliche Tätigkeiten

Graf hatte im Laufe seiner Karriere folgende Ämter und Posten inne:[1]

  • Jänner 1987 bis Dezember 1987 Gerichtspraxis am BG für Strafsachen Wien, BG Floridsdorf, LG für ZRS Wien, HG Wien
  • Jänner 1988 bis April 1992 Anstellung bei der Bank Austria
  • Jänner 1991 bis November 1994 Mitglied des Berufungssenates der Stadt Wien
  • März 1992 bis März 2003 Rechtsanwaltsanwärter
  • Ab November 1999 Obmann der Mariazeller Technologiegespräche
  • Dezember 2000 bis April 2006 Vorstandsmitglied der Pensionsversicherungsanstalt
  • Jänner 2002 bis Dezember 2003 Konsulent bei der Bank Austria Creditanstalt AG
  • Mai 2003 bis Oktober 2006 Alleingeschäftsführer der damaligen ARC business service GmbH[4]
  • Juni 2004 bis Dezember 2004 Aufsichtsrat bei der via donau-Entwicklungsgesellschaft mbH für Telematik und Donauschifffahrt
  • Jänner 2005 bis April 2006 stv. Aufsichtsratsvorsitzender der via donau Österreichische Wasserstraßen Gesellschaft m.b.H.
  • Juli 2006 bis Oktober 2006 Mitglied der Geschäftsleitung der Austrian Research Centers GmbH - ARC
  • Seit Frühjahr 2007 ist Graf 1. Präsident des Fußballvereins FC Hellas Kagran[5]
  • Ab Oktober 2007 Geschäftsführender Gesellschafter der GM Consulting KG

Politische Laufbahn

Die politische Laufbahn von Martin Graf begann 1981, als er Mitglied im Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) wurde. Sechs Jahre später trat er in die FPÖ ein, 1990 wurde er Mitglied der Bezirksparteileitung Wien Donaustadt. Ein Jahr darauf wurde er Teil der Landesleitung Wien, im Jahr 1994 bekam er einen Sitz in der Bundesparteileitung. Seit 2003 ist Graf Mitglied des Landesparteivorstandes Wien. Von 1991 bis 1994 war er stellvertretender Bezirksvorsteher in Wien Donaustadt.[1]

Von 1994 bis 2002 war er Abgeordneter der FPÖ zum Nationalrat, seit 2006 hat er erneut einen Sitz inne.[1] 2008 kandidierte er für die Freiheitliche Partei (FPÖ) auf der Landesparteiliste Wien auf Platz drei.[6]

Graf ist in der FPÖ Bereichssprecher für Forschung, Wissenschaft und Bildung. Weiters ist er Mitglied des Unvereinbarkeitsausschusses und des Immunitätsausschusses.[7] Er war Obmann im Untersuchungsausschuss FMA, BAWAG, Hypo Alpe-Adria und weitere Finanzdienstleister sowie im Wissenschaftsausschuss.

Am 30. September 2008 wurde er vom Bundesparteivorstand der FPÖ für das Amt des dritten Nationalratspräsidenten vorgeschlagen.[8] Trotz heftiger Kritik wurde er am 28. Oktober 2008 mit 109 von 156 gültigen Stimmen gewählt, auf den von den Grünen aufgestellten Gegenkandidaten Alexander Van der Bellen entfielen 27 Stimmen, weitere 20 auf andere Personen.

Graf veröffentlicht diverse politische Kommentare auf der Website unzensuriert.at.[9]

Privat

Martin Graf ist verheiratet und hat zwei Töchter und einen Sohn.[1]

In einem Interview in der ORF-Sendung „Zeit im Bild 2“ vom 8. November 2006 bekannte er sich zur „Deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft“. Dies begründete er mit der Tatsache, dass nach dem Zweiten Weltkrieg die Familie mütterlicher Seite aus dem damals deutschsprachig besiedelten Sudetengebiet vertrieben wurde.[10]

Diskurse, Vorwürfe, Strafverfolgung

Verhältnis zum Rechtsextremismus

Am 26. November 1987 war Graf als Mitglied des RFS bei einem Auftritt des deutschen Neonazis Reinhold Oberlercher an der Wiener Universität als Ordner eingesetzt.[11] Zu den heutigen Staatsgrenzen Deutschlands sagte er, diese „wurden willkürlich gezogen; das deutsche Volkstum muß sich frei in Europa entfalten können.“[12]

Am 15. April 2009 engagierte Graf den vom DÖW als „am rechten Rand des Rechtsextremismus stehend“ eingestuften Walter Marinovic als Redner für eine Buchvorstellung Andreas Mölzers im Parlament.[13]

Personalbesetzungen im ARC

In Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im ARC wurde Graf vorgeworfen, Posten willkürlich an ihm nahestehende Burschenschafter vergeben zu haben.[14]

Nationalratspräsidentschaftskandidatur

Im Herbst 2008 stieß die Kandidatur Grafs für das Amt des dritten Nationalratspräsidenten auf heftige Kritik. Von vielen Seiten kamen Aufforderungen an die Nationalratsabgeordneten, nicht für Graf zu stimmen: Mauthausen Komitee Österreich,[15][16] DÖW,[16] Israelitische Kultusgemeinde,[16] Verein Gedenkdienst,[16] ÖH[17] und GPA-djp.[18] Am 16. Oktober gab Graf eine Pressekonferenz,[8] in der er erklärte, dass er „auf dem Boden der Werte der Revolution von 1848“ stehe und „weder seine Weltanschauung noch sein Volkstumsbekenntnis ihn für Ämter in Österreich disqualifizieren könne.“

Personalbesetzungen als Dritter Nationalratspräsident

Graf wurde wiederholt dafür kritisiert, Mitglieder schlagender Burschenschaften, die zum Teil Kontakte zu rechtsextremen Organisationen bzw. Firmen unterhielten, angestellt zu haben.[19][20]

Der Büroleiter Walter Asperl ist Mitglied der Burschenschaft Olympia.[21][22]

Grafs IT-Beauftragter Sebastian Ploner war Mitglied der Burschenschaft Olympia und Mitorganisator des rechtsextremistischen Sommerlagers Jugendbund Sturmadler.[21][23] Ploner soll angeblich beim neonazistischen Versand Aufruhr rechtsextreme Bücher und Bekleidung bestellt haben.[24] Unter den bestellten Artikeln sollen sich T-Shirts mit nationalsozialistischen Symbolen wie dem Reichsadler und einer Chiffre für den Hitlergruß befunden haben.[25] Ploner soll als Lieferadresse die nationalsozialistische Bezeichnung für Österreich, Ostmark, angegeben haben.[26] 2008 und 2009 sollen die ehemaligen Mitarbeiter Grafs laut Berichten des Standard an gewalttätigen Angriffen von Neonazis auf eine Demonstration gegen die Wahl Grafs und eine Veranstaltung der Sozialistischen Jugend beteiligt gewesen sein.[27][28]

Marcus Vetter nahm mit dem Rechtsextremisten Gottfried Küssel an einem Aufmarsch am Grab des Jagdpiloten der deutschen Luftwaffe Walter Nowotny teil.[21]. Vetter soll angeblich ebenfalls beim Aufruhr-Versand rechtsradikale Artikel bestellt haben.[20] Hubert Keyl, Grafs Fahrer und Referent in Ausschüssen, war bis zu einem Raufhandel in einem Bordell bei einer Burschenschafterfeier am 12. März 2010 Mitglied der Burschenschaft Silesia.[21][29][30] Zuvor war Keyl Mitglied der schlagenden Burschenschaft Albia gewesen, aus der er auch ausgeschlossen worden war.[30][31] Am 27. Mai 2009 wurde das Ausscheiden von Ploner und Vetter aus dem Büro Grafs bekanntgegeben. [32] 2011 kündigte ein weiterer Mitarbeiter Grafs von sich aus, nachdem er laut Gerhard Kurzmann, steirischer Landesparteichef der FPÖ, wegen des Versuchs, Skinheads für die FPÖ anzuwerben aus der Partei ausgeschlossen wurde.[33]

FC Hellas Kagran

Graf wurde vorgeworfen, in seiner Funktion als Präsident des Fußballvereins FC Hellas Kagran aus politischen Gründen Spielerinnen ausgeschlossen zu haben.[34] Im Vorstand des Vereins hätte Graf vor allem FPÖ-nahe Personen eingesetzt, was sein stellvertretender Büroleiter, der zugleich Obmann des Vereins ist, damit begründete, dass es andere Vereine gebe, „die gänzlich rot oder schwarz“ seien.[34] Auf Kritik stieß ferner die Vergabe der Buffetbetreiberrechte an einen seiner Mitarbeiter im Amt des Dritten Nationalratspräsidenten.[25]

Verdacht der Untreue (ARC)

Im Februar 2009 stellte die Staatsanwaltschaft Wien einen Antrag auf Aufhebung der Immunität an den Nationalrat, da Ermittlungen gegen Graf wegen des Verdachts der betrügerischen Krida und der Untreue in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit am ARC eingeleitet worden waren.[35] Am 9. Februar 2009 erging das Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien (AZ 25 St 407/08i) um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des Dritten Präsidenten des Nationalrates Mag. Dr. Martin Graf wegen des Verdachtes der strafbaren Handlungen nach §§ 153 Abs. 1 und 2, 153b sowie 159 Abs. 1, 2 und 3 StGB und nach § 122 GmbHG an das Parlament. Das Ersuchen wurde Tags darauf dem Immunitätsausschuss zugewiesen.[36] Am 12. März 2009 wurde die Immunität Grafs vom Nationalrat mit den Stimmen von Grünen, SPÖ und ÖVP aufgehoben.[37] Zu den Vorwürfen und Ermittlungen gegen ihn nahm Graf am 25. Februar 2009 in einem offenen Brief an den parlamentarischen Immunitätsausschuss Stellung.[38]

Ariel Muzicant

Nachdem Ariel Muzicant im Mai 2009 dem FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl vorgeworfen hatte, „Gehetze“ zu betreiben, das ihn an Joseph Goebbels erinnerte, bezeichnete Graf Muzicant in der FPÖ-Parteizeitung Neue Freie Zeitung indirekt als „Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismus“ und warf ihm außerdem vor, die Demokratie und Meinungsfreiheit zu gefährden.[39][40] Dies rief Protest von SPÖ, ÖVP und Grünen hervor. Unter anderem forderten Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) den Rücktritt Grafs als dritter Nationalratspräsident. Graf wies die Rücktrittsforderungen zurück[41] und lud zu einem „Versöhnungsdialog“ sowie einem persönlichen Gespräch mit Muzicant ein.[42] Dieser stellte mehrere Forderungen, unter anderem, dass Graf aus der Burschenschaft Olympia austreten solle. Muzicant würde in diesem Fall die Betreibung der Internetseite www.kellernazisinderfpoe.at einstellen.[43] Schließlich erklärte Muzicant, der Einladung nicht folgen zu wollen, woraufhin Graf „Gesprächsverweigerung“ vorwarf.[44]

Gertrud-Meschar-Privatstiftung

Im Mai 2012 wurde durch einen Bericht der ORF-Sendung Report der Fall der 90-jährigen Wienerin Gertrud Meschar bekannt, die Graf beschuldigt hatte, als Vorstand ihrer Privatstiftung zu ihrem Nachteil gehandelt zu haben. Die nachkommenlose Meschar wollte eine Stiftung einrichten, um ihre Versorgung zu sichern und nach ihrem Tod ihren Tierarzt sowie "Vereine, die mit Blinden- und Rettungshunden arbeiten" zu begünstigen.[45] Meschar konsultierte zur Einrichtung der Stiftung Graf, der ihr als Nachbar bekannt war und dem sie aufgrund ihrer Zustimmung zur FPÖ vertraute.[45] Sie brachte ihr Vermögen im Wert von rund einer Million Euro, bestehend unter anderem aus einem Haus im 22. Wiener Gemeindebezirk sowie mehreren Grundstücken in die Stiftung ein und berief Graf in den Vorstand. Die Stiftung veräußerte ein Grundstück in Essling, nahm einen Kredit in Höhe von 200.000 Euro auf und erwarb ein Gebäude in Döbling, in dem unter anderem ein von Grafs Bruder betriebenes Restaurant eingemietet ist.[46] Ebenfalls eingemietet ist die 1848 Medienvielfalt Verlags GmbH, die sich im Besitz zweier parlamentarischer Mitarbeiter Grafs sowie eines diesen nahestehenden Vereins[47] befindet[48] und die als „Graf-Seite“ bezeichnete Website unzensuriert.at betreut.[46][49]

Meschar wurde ihren Angaben nach nicht darüber informiert, dass sie nicht mehr auf ihr Vermögen zugreifen oder über dessen Verwendung entscheiden kann. Graf habe den Kontakt zu ihr nach einer Auseinandersetzung über den Ankauf des Hauses in Döbling abgebrochen.[45] Ferner warf sie Graf vor, das Objekt in Döbling aus Gefälligkeit für seinen Bruder erworben zu haben und erhob den Vorwurf, dass Mietzahlungen des Restaurants „verspätet, in der falschen Höhe oder gar nicht stattgefunden“ hätten[50] und die Buchhaltung der Stiftung nicht nachvollziehbare Kostenposten aufwies.[45] Ein Gutachter stützte Meschars Vorwurf, dass das Gebäude zu teuer erworben worden sei und gab an, dass die Kaufsumme 120.000–150.000 Euro über dem tatsächlichen Wert des Gebäudes lag.[51] Meschar erhob ferner den Vorwurf, dass ihr entgegen dem Stiftungszweck, der in ihrer Versorgung liegt[52] pro Jahr nur zwischen fünf- und sechstausend Euro ausgezahlt wurden und die Stiftung nicht zur Finanzierung eventuell erforderlicher Pflegeleistungen in der Lage wäre.[46]

Graf wies alle Vorwürfe zurück; er sprach von „parteipolitischer Dreckschleuder“, wolle dem anhängigen Gerichtsverfahren allerdings „nicht vorgreifen“. Die FPÖ sah die Vorwürfe als unrichtig dargestellt.[53][54]

In weiterer Folge trat Graf als Vorstand der Privatstiftung zurück. Die von den anderen Parlamentsparteien vorgebrachte Forderung nach einem Rücktritt als dritter Nationalratspräsident wies er zurück.[55] Im Zuge der Diskussion über Grafs Verhalten wurde bekannt, dass Graf auf der Liste der FPÖ-Kandidaten für die Nationalratswahlen 1994 und 1999 als „Rechtsanwalt“ bezeichnet wurde, obwohl er die entsprechende Prüfung nie abgelegt hatte. Graf erklärte dazu, dass er nie eine falsche Berufsbezeichnung verwendet habe, weder auf seinen Zustimmunsgerklärungen zur Kandidatur bei Wahlen noch sonstwo. Er könne es sich nicht erklären, warum er auf den Wahlvorschlägen als Rechtsanwalt ausgewiesen worden sei. Offenbar sei im Bereich der Erstellung, Übermittlung oder Veröffentlichung der Liste ein Fehler passiert, so Graf.[56]

Im Juli 2012 wurde eine vom Handelsgericht Wien beauftragte Stellungnahme des Wirtschaftsprüfers der Stiftung veröffentlicht.[57] Darin wurden im Wesentlichen die Vorwürfe der Stifterin zurückgewiesen.[58] Demnach konnte nicht festgestellt werden, dass die Erfüllung des Stiftungszweckes durch Veranlagungspolitik und Kreditaufnahme gefährdet worden wäre. Weiters wurde der Vorwurf widerlegt, dass die Ausschüttung an die Stifterin mit 5.000 Euro pro Jahr zu gering sei, vielmehr hätte diese zwischen 7.800 und 13.800 Euro pro Jahr betragen. Ebenso wurde festgestellt, dass ein Schaden bzw. Vermögensverlust durch den Kauf der Liegenschaft Billrothstraße, in dem die Gastwirtschaft des Bruders des Beschuldigten eingemietet ist, nicht eingetreten war. Der Vorwurf, bei dem beanstandeten Verkauf einer Liegenschaft in Essling sei ein zu geringer Kaufpreis erzielt worden, kann laut Gutachten aus den vorliegenden Unterlagen nicht abgeleitet werden. Graf erklärte dazu, dass nun erwiesen sei, dass er niemandem ein Vermögen weggenommen und die Stiftung völlig korrekt geführt habe.[59]

Im September 2012 nahm die Staatsanwaltschaft Wien Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Betrugs gegen Graf auf. Grafs Rechtsanwalt hielt dem entgegen, dass die Betrugs- und Untreuevorwürfe haltlos wären.[60]

Veröffentlichungen

  • Martin Graf: Pleiten, Betrug und BAWAG: Schonungslos aufgedeckt – die Enthüllungen des Banken-Untersuchungsausschusses. W3 Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-900052-13-3 (Edition Zur Zeit. Band 11)
  • Martin Graf (Hrsg.): 150 Jahre Burschenschaften in Österreich: gestern, heute, morgen. Ares Verlag, Graz 2009, ISBN 978-3-902475-82-4
  • Martin Graf (Hrsg.): Unzensuriert Jahrbuch 2009., „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, Wien 2009, ISBN 978-3-9502849-0-4
  • Martin Graf, Anneliese Kitzmüller (Hrsg.): Die Wiederaufbauleistungen der Altösterreicher in der Zweiten Republik., Verlag „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, Wien 2010, ISBN 978-3-9502849-1-1
  • Martin Graf (Hrsg.): Unzensuriert Jahrbuch 2010., „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, Wien 2010, ISBN 978-3-9502849-3-5
  • Martin Graf (Hrsg.): Unzensuriert Jahrbuch 2011., „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, Wien 2010, ISBN 978-3-9502849-5-9

Auszeichnungen

[62]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e Vorstellung Grafs auf seiner Website, archiviert auf archive.org
  2. DÖW: Zum deutschnationalen Korporationswesen in Österreich, 27. Oktober 2008
  3. Die Presse: Martin Graf im Chat: "Mensuren sind zeitlos", 29. Oktober 2008
  4. BM für Verkehr, Innovation und Technologie: Anfragebeantwortung GZ. BMVIT-12.500/0006-I/PR3/20
  5. http://www.fchellaskagran.at/wb/pages/verein/daten-und-geschichte.php
  6. BMI: Nationalratswahl 2008, Bewerberinnen und Bewerber auf Landesparteilisten und Regionalparteilisten
  7. Grafs Website, archiviert auf archive.org
  8. a b FPÖ: PRESSEERKLÄRUNG NAbg Dr. Martin Graf zu seiner Kandidatur für das Amt des 3. Präsidenten des österreichischen Nationalrats, 16. Oktober 2008
  9. Beitragsliste auf unzensuriert.at
  10. FPÖ: Martin Graf sorgt wieder einmal für Aufregung, Die Presse, 2010
  11. Profil: „Profil“: Freiheitlicher Kandidat für Nationalratspräsidium Martin Graf war einst Saalschutz für deutschen Neonazi, 4. Oktober 2008
  12. Der Spiegel (24/1997): Verpißt euch, bitte
  13. Grüne fordern Hausverbot für umstrittenen Redner, Der Standard, 14. April 2009
  14. "Alter Herr" macht blaue Karriere , Die Presse, 1. Oktober 2010
  15. Mauthausen Komitee Österreich: Keine Wahl des „Olympia“-Burschenschafters Graf zum Dritten Nationalratspräsidenten, 10. Oktober 2008
  16. a b c d Mauthausen Komitee Österreich: Offener Brief an die Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grüne, 24. Oktober 2008
  17. ÖH: ÖH: Bundesvertretungsbeschluss gegen Graf als 3. Nationalratspräsidenten, 27. Oktober 2008
  18. ÖGB: GPA-djp Jugend: Martin Graf darf nicht Dritter Nationalratspräsident werden, 27. Oktober 2008
  19. Umstrittener Dritter Nationalratspräsident, ORF Online, 7. Juni 2012
  20. a b "Nazidreck": Graf will Mitarbeiter behalten, Die Presse, 7. Jänner 2012
  21. a b c d derStandard.at: Grüne attackieren das Team um Martin Graf, 29. Dezember 2008
  22. siehe Gegendarstellung im "profil" Nr. 16/09 vom 10. April 2009 S. 30
  23. Burschen im Sommerlager, Neues von ganz Rechts, Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, Juli 2005
  24. Hacker decken auf: Martin Grafs Parlamentsmitarbeiter Ploner ließ sich Einschlägiges an Adresse in der "Ostmark" schicken, Der Standard, 3. Jänner 2011
  25. a b diepresse.com: Nationalrat: „Befreien Sie uns von diesem Nazi-Dreck!“, 21. Jänner 2009
  26. "Bin unglücklich über die Debatte": Barbara Prammer über den Fall Martin Graf, Profil, 19. Jänner 2009
  27. Auseinandersetzung zwischen Linken und Rechten auf der Parlamentsrampe, Der Standard, 29. Oktober 2008
  28. Graf Adlatus bei rechter Randale, Der Standard, 14. Juni 2009
  29. derStandard.at: Grafs Mitarbeiter verlassen Parlament, 27. Mai 2009
  30. a b Profil Online Sekretär von Martin Graf wurde von seiner Burschenschaft ausgeschlossen, 18. September 2010
  31. http://www.watv.at/siegerlisten/2006_korporationswk.pdf
  32. Umstrittene Mitarbeiter verlassen Parlament ORF Online, 28. Mai. 2009
  33. Umstrittener Graf-Mitarbeiter hat gekündigt, Der Standard, 9. Dezember 2011
  34. a b Wer foult wen beim FC Hellas Kagran? Wiener Zeitung, 22. Jänner 2009
  35. ORF 11. Februar 2009: Staatsanwalt beantragt Grafs Auslieferug
  36. Parlament: Ersuchen der Staatsanwaltschaft Wien um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des Dritten Präsidenten des Nationalrates Mag. Dr. Martin Graf
  37. Der Standard, 12. März 2009 Dritter Präsident Graf ausgeliefert.
  38. unzensuriert.at: Stellungnahme Immunitaetsausschuss (PDF)
  39. Neue Freie Zeitung vom 21. Mai 2009: Kommentar von Martin Graf (JPG), abgerufen am 27. Mai 2009
  40. Florian Klenk: Wie Martin Graf Politik mit Strafrecht verwechselt. In: Florin Klenks Erkundungen, 3. Juni 2009, mit einem ergänzenden Kommentar von Gerhard Oberschlick. Abgerufen am 8. Juni 2011.
  41. derStandard.at: Faymann und Spindelegger fordern Grafs Rücktritt - Er will bleiben, 27. Mai 2009
  42. Muzicant: Bedingungen für Treffen mit Graf, ORF Online, 3. Juni 2009
  43. Muzicant bereit für "Friedensgipfel": IKG- Präsident stellt aber Forderungen an Graf, Profil, 3. Juni 2009
  44. Muzicant: Kein Treffen mit Martin Graf, Die Presse, 27. August 2009
  45. a b c d Gertrud Meschar: "Ich bin jetzt eine arme Pensionistin", Kronen Zeitung, 2. Juni 2012
  46. a b c Stifterin: Von Graf „überrumpelt“, diepresse.com, 30. Mai 2012. Abgerufen am 8. Juni 2012.
  47. Auszug aus dem Zentralen Vereinsregister für „Unzensuriert - Verein zur Förderung der Medienvielfalt“ zum Stichtag 9. Juni 2012
  48. Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz laut den Wirtschaftskammern Österreichs
  49. Martin Graf verteidigt Einmietung von unzensuriert.at, Der Standard, 24. Mai 2012
  50. Café Graf: Bruder löste Mietproblem, Kurier, 31. Mai 2012
  51. Martin Graf: Rückzug auf Raten, Kurier, 5. Juni 2012
  52. Anwalt: Graf hat Pflicht als Vorstand "grob verletzt", Der Standard, 25. Mai 2012
  53. 90-Jährige wirft Martin Graf Täuschung vor. diepresse.com, abgerufen am 23. Mai 2012.
  54. Graf unter Beschuss: Stiftungssumme „unüblich gering“. diepresse.com, abgerufen am 23. Mai 2012.
  55. Martin Graf verlässt nach Vorwürfen den Stiftungsvorstand. diepresse.com, abgerufen am 7. Juni 2012.
  56. Wahl-Listen: Graf kandidierte als falscher Rechtsanwalt auf derstandard.at, abgerufen am 8. August 2012
  57. Gericht beauftragte Wirtschaftsprüfer, ORF Online, 22. Juli 2012
  58. Martin Graf sieht sich durch Gutachten entlastet auf format.at, abgerufen am 8. August 2012
  59. Graf beauftragte Wirtschaftsprüfer auf orf.at, abgerufen am 8. August 2012
  60. Stiftungs-Causa: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Graf, DiePresse.com, 4. September 2012. Abgerufen am 5. September 2012.
  61. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
  62. Biographie Grafs auf der Website des Parlaments