Martina Ludwig-Faymann

Martina Ludwig-Faymann (* 26. März 1967 in Wien) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ). Sie ist seit Januar 1996 Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats und arbeitet als freiberufliche Journalistin.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Martina Ludwig besuchte von 1973 bis 1977 eine Volksschule und im Anschluss bis 1986 eine Allgemeinbildende höhere Schule. Nach dem Besuch einer Maturaschule legte sie 1988 die Matura mit einer Externistenreifeprüfung ab.

Nach dem Schulabschluss war Ludwig bei der Sozialistischen Jugend Wien tätig und wurde dort Landessekretärin. Sie arbeitete zudem 1988 bis 1989 beim Verein Junges Wien, war 1990 bis 1991 freie Journalistin und 1991 bis 1993 Redakteurin beim Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53). 1993 stieg sie zur Pressesprecherin der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Familie, Soziales und Frauenfragen auf und wechselte 1994 als Landesfrauensekretärin zur den Wiener SPÖ-Frauen. Ab 1996 war Ludwig auch stellvertretende Landesparteisekretärin der SPÖ Wien. Beide Tätigkeiten beendete sie 2006.

Politik

Ludwig arbeitete ab 1981 bei der Sozialistischen Jugend im Gemeindebezirk Favoriten mit. Zudem war sie auch beim Landesverband Wien der Sozialistischen Jugend sowie bei den SPÖ-Frauen engagiert, wo sie später Landessekretärin wurde. 1988 bis 1993 führte sie auch den Vorsitz der Sozialistischen Jugend Favoriten. Seit 1989 ist sie Mitglied des Bezirksfrauenkomitees Favoriten und seit 1995 Mitglied des Bundes-Frauenkomitees der SPÖ. Ludwig vertritt die SPÖ seit 1996 im Wiener Landtag und Gemeinderat. 2002 war sie für wenige Tage auch Abgeordnete zum österreichischen Bundesrat.

Kritik

Im Oktober 2011 wurde bekannt, dass Martina Ludwig-Faymann seit Sommer 2010 ein Jahr lang für ein Magazin im Einflussbereich der Tageszeitung Heute als Projektverantwortliche gearbeitet hat. Vor dem Hintergrund der Inseratenvergabe bzw. "versteckten Presseförderung" (Armin Thurnher) an die Heute im Gegenzug für wohlwollende Berichterstattung seitens Ludwigs Ehemanns, Werner Faymann,[1] erschien dieses Engagement unvereinbar. Auf das ihr direkt vom Heute-Geschäftsführer (und auch ehemaligen Partner von Doris Bures), Wolfgang Jansky, unterbreitete Angebot angesprochen, meinte Ludwig-Faymann, sich "natürlich" niemals die Frage gestellt zu haben, für wen sie arbeite.[2]

Privates

Martina Ludwig-Faymann ist seit 2001 mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann verheiratet[3] und hat eine Tochter.

Einzelnachweise

  1. Bericht im NDR Politik und Medien in Österreich - ZAPP Medienmagazin - NDR
  2. OTS-Aussendung Heikler Job der Kanzler-Gattin, OTS-Aussendung des Falter
  3. ORF Wien Faymann neuer Infrastrukturminister, 10. Jänner 2007

Weblinks