Megaphon (Straßenzeitung)

Megaphon
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Beschreibung Straßenzeitung - Straßenmagazin
Verlag Caritas der Diözese Graz-Seckau
Erstausgabe Oktober 1995
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 15.000 Exemplare
Chefredakteur Annelies Pichler
Herausgeber Caritas der Diözese Graz-Seckau
Weblink www.megaphon.at

Megaphon ist eine Straßenzeitung, die in Graz und einigen anderen Städten in der Steiermark von Menschen in sozialer Not direkt auf der Straße verkauft wird. Das Megaphon erscheint monatlich in einer Auflage von 15.000. Die Hälfte des Verkaufspreises bleibt den Verkäufern.

Das Megaphon ist ein Projekt der Caritas Graz. Erstmals ist die Zeitung im Oktober 1995 erschienen. Damit war sie die erste Straßenzeitung in Österreich. Neben dem redaktionellen Teil, der sozialpolitische Themen behandelt, finden sich auch Kulturinformationen und ein Veranstaltungskalender. Weiters wird mit der Megaphon UNI ein kostenloser Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Themen geboten. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die auf Grund von Ausbildung, Herkunft oder sozialer Stellung keinen Zugang zu Universitäten haben.

Initiiert wurde das Megaphon von Maria Laura Bono, die auch bis 1998 Chefredakteurin war. Danach übernahm Harald Schmied diese Funktion.

Im Juli 2003 veranstaltete das Megaphon das 1. Fußballturnier Homeless World Cup in Graz. Dabei traten Teams aus der ganzen Welt am Grazer Hauptplatz gegeneinander an. Alle Team-Mitglieder waren Obdachlose. Österreich gewann das Turnier vor England und den Niederlanden. In den weiterer Folge etablierte sich das Fußballturnier zu einer jährlichen Veranstaltung, wobei der Austragungsort jährlich neu festgelegt wird.

Harald Schmied beschäftigte sich verstärkt mit der Weiterentwicklung des Homeless World Cup und so übernahm 2004 Judith Schwentner die Funktion der Chefredakteurin. 2007 wechselte der Sitz der Redaktion und des Vertriebs in das Auschlößl. Das Gebäude am Rande des Augartens in Graz beherbergt auch ein Café, das vom Megaphon betrieben wird.

„Das Auschlössl ist ein Café, das Megaphon eine Straßenzeitung.
Gemeinsam ergibt die Kombination mehr als ein gewöhnliches Café und mehr als eine herkömmliche Zeitschrift.“

Megaphon/Auschlössl: Selbstdefinition des Projekts auf der Website[1]

Von Anfang 2009 bis Dezember 2009 war Gerhild Wrann Leiterin des MEGAPHON und des Cafés Auschlössl und wurde im Dezember von Annelies Pichler abgelöst.

Auszeichnungen

Das Projekt Megaphon UNI erhielt den Menschenrechtspreis des Landes Steiermark. Der Preis wurde am 28. Jänner 2010 von Landeshauptmann Franz Voves an Annelies Pichler und Gerhild Wrann übergeben.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. MEGAPHON | AUSCHLOESSL (abgerufen am 16. Mai 2008)
  2. Hohe Auszeichnung für gelebtes Engagement ... Menschenrechtspreis 2009 (abgerufen am 5. April 2010)