Michael Ritsch

Michael Ritsch (* 9. Juli 1968 in Bregenz) ist ein sozialdemokratischer Landespolitiker im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Seit dem 17. September 2007 ist er Klubobmann der Sozialdemokratischen Fraktion im Vorarlberger Landtag sowie seit dem 23. November desselben Jahres Parteivorsitzender der SPÖ Vorarlberg.

Ritsch ist nebenberuflich Gewerkschaftssekretär. Er ist geschieden und hat 2 Kinder.

Politische Karriere

Im Jahr 1986 trat Ritsch als 18-jähriger der Jungen Generation der SPÖ bei und startete damit seine politische Karriere. Von 1990 bis 1995 war Michael Ritsch erstmals Stadtvertreter für die SPÖ in seiner Heimatstadt Bregenz. Seitdem ist er Stadtrat in der Vorarlberger Landeshauptstadt. Zusätzlich zog er nach der Landtagswahl in Vorarlberg 2004 am 5. September 2004 in den Vorarlberger Landtag ein, wo er für den SPÖ-Landtagsclub Bereichssprecher für Wohnen, Kommunalpolitik und Kontrolle wurde. Zusätzlich wurde er vom Landtag zum Obmann des Kontrollausschusses bestellt. Nach dem Rücktritt von Elke Sader aus dieser Position übernahm Ritsch auch das Amt des Clubvorsitzenden der SPÖ-Landtagsfraktion im Jahr 2007 sowie kurz darauf auch den Parteivorsitz der Vorarlberger SPÖ.

Nach der Landtagswahl in Vorarlberg 2009, bei der die SPÖ massive Verluste hinnehmen musste und 3 ihrer ursprünglich 6 Landtagsmandate verlor, bot Ritsch seinen Rücktritt als Landesparteivorsitzender an. Dieses Angebot wurde jedoch vom Landesparteivorstand der SPÖ am 21. September 2009, dem Tag nach der Wahl, abgelehnt. Auch stellte Ritsch am Samstag nach der Wahl in einem Interview mit dem ORF sein Antreten bei den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Vorarlberg 2010 als Bürgermeisterkandidat in Bregenz in Frage.[1] Nachdem ihm der Parteivorstand sein volles Vertrauen ausgesprochen hatte, entschloss sich Ritsch dazu, die Kandidatur für das Amt des Bregenzer Bürgermeisters erneut zu wagen.

Auch bei der Bürgermeisterwahl erfuhr Ritsch jedoch eine schwere Wahlniederlage. Im Vergleich zur Wahl 2005, bei der er Amtsinhaber Markus Linhart von der ÖVP mit 37,32 Prozent der Stimmen noch in eine Stichwahl um das Bürgermeisteramt zwingen konnte, verlor er bei dieser Wahl 11,23 Prozent. Da Linhart zugleich stark zulegen konnte, blieb Ritsch bei der Bürgermeisterdirektwahl 2010 mehr als 30 Prozentpunkte hinter seinem direkten Konkurrenten zurück.[2]

Anlässlich des Landesparteitages der SPÖ Vorarlberg am 4. November 2011 in Wolfurt wurde Michael Ritsch von der Parteibasis als Landesparteivorsitzender mit 92 % der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Ritsch stellte dabei ein „10-Punkte-Programm für Vorarlberg“, das nach seiner Aussage als Leitfaden der Vorarlberger Sozialdemokraten im Hinblick auf die folgende Landtagswahl 2014 gelten soll, vor.[3]

Einzelnachweise

  1. ORF Vorarlberg: Ritsch stellt Bürgermeisterkandidatur in Frage. Artikel vom 26. September 2009.
  2. Wahlergebnis der Bürgermeisterdirektwahl in Bregenz 2010. (Internetpräsenz der Landeswahlbehörde)
  3. ORF Vorarlberg: SPÖ Landesparteitag: Ritsch mit 92 Prozent wiedergewählt. Artikel vom 4. November 2011.

Weblinks