Mils bei Imst

Mils bei Imst
Wappen von Mils bei Imst
Mils bei Imst (Österreich)
Mils bei Imst
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Imst
Kfz-Kennzeichen: IM
Fläche: 3,49 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 10° 40′ O47.20555555555610.673611111111743Koordinaten: 47° 12′ 20″ N, 10° 40′ 25″ O
Höhe: 743 m ü. A.
Einwohner: 548 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 157,02 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6493
Vorwahl: 05418
Gemeindekennziffer: 7 02 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reitle 4
6493 Mils bei Imst
Website: www.mils-bei-imst.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Dr. Markus Moser (Für Mils - Liste Markus Moser)
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
5 Für Mils - Liste Markus Moser

4 Zukunftsliste Mils - Liste Bernhard Schöpf
2 Freie Namensliste

Lage der Gemeinde Mils bei Imst im Bezirk Imst
Arzl im Pitztal Haiming Imst Imsterberg Jerzens Karres Karrösten Längenfeld Mieming Mils bei Imst Mötz Nassereith Obsteig Oetz Rietz Roppen St. Leonhard im Pitztal Sautens Silz Sölden Stams Tarrenz Umhausen Wenns Tirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Mils bei Imst im Bezirk Imst (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Mils bei Imst, im Hintergrund die Larsennschlucht.
Mils bei Imst, im Hintergrund die Larsennschlucht.
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Mils ist eine Gemeinde im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Imst) des Bundeslandes Tirol (Österreich) mit 548 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Mils liegt im Oberinntal nahe Imst, nördlich des Inn. Das Haufendorf liegt klimatisch begünstigt am Rand einer Talweitung. Im Gegensatz zu den zwei Nachbarorten Schönwies und Imsterberg hat Mils ganzjährig Sonne.

Ortsteile und Straßennamen

  • Mils-Au,
  • Dorfstraße,
  • Unterdorf,
  • Tirolerweg,
  • Reitle,
  • Kirchweg,
  • Bachweg,
  • Floreweg,
  • Grießanger,
  • An der Au,
  • Rupert Amann Straße

Nachbargemeinden

  • Imst,
  • Imsterberg,
  • Schönwies

Geschichte

Die Gemeinde wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Name Mils kommt vom lateinischen Wort „molere“ (Mühle), denn Mils liegt auf einem Schwemmkegel, wo früher oft Mühlen zu finden waren und die herabkommenden Gesteinsbrocken von der Larsennschlucht gemahlen wurden. Die Umgebung rund um Mils wird oft auch „auf der Mils“ genannt.

Kirchengeschichte

Auf einer kleinen Anhöhe im Ort befindet sich die Pfarrkirche, die zu Ehren des Pestheiligen Sebastians erbaut wurde. Diese Kirche wurde erstmals in einem Ablassbrief im Jahre 1451 erwähnt. Im 19. Jahrhundert wurde das alte Gotteshaus durch einen Neubau ersetzt. [1]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Wappen

Das Wappen versinnbildlicht die jahrhundertelange Grenzlage der Gemeinde zwischen den Gerichten Imst und Landeck. Die Hufeisen erinnern an die Vorspanndienste, welche die Milser Bauern mit ihrem Zugvieh für die durchziehenden Fuhrwerke an den steilen Straßenstücken bei Lasalt und am Gstoag geleistet haben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Milser Au

Die Milser Au ist ein nahe gelegenes Erholungsgebiet am Inn. Die Au ist ein Restbestand der früher ausgedehnten flussbegleitenden Waldbestände im Inntal, die in Folge der massiven Umgestaltung der Naturlandschaft durch den Menschen zur Schaffung von Kulturland, Siedlungsgebiet, aber auch für Infrastruktureinrichtungen und den damit verbundenen Rodungen stark zurückgedrängt wurden. Die Milser Au besitzt ein Flächenausmaß von etwa 36,8 ha und ist das letzte größere Auwaldgebiet im Oberinntal. Bereits im Jahre 1987 wurde der Waldkomplex als Geschützter Landschaftsteil nach dem Tiroler Naturschutzgesetz unter Schutz gestellt. Hauptgrundbesitzer des Waldkomplexes ist die Agrargemeinschaft Mils. Der unmittelbar am Inn liegende Grauerlenstreifen ist öffentliches Gut und liegt im Zuständigkeitsbereich des Wasserbauamtes. Auf Grund der Lage des Waldkomplexes im Talbodenbereich haben die Bestände eine wichtige klimaregulierende Funktion für das Siedlungsgebiet, die Sportanlage und die Autobahnraststätte von Mils. Darüber hinaus besitzt das Auwaldgebiet einen hohen Stellenwert für Erholungssuchende aus der Umgebung (kleinregionales Erholungsgebiet) und ist einer starken Frequentierung ausgesetzt. Das Auwaldgebiet wird zudem als Vor- und Nachweide mit Rindern sowie als Heimweide während des Sommers genutzt, wodurch eine Beeinträchtigung der Bestände durch das Weidevieh gegeben ist. Forstlich wurden die Erlenbestände in der Vergangenheit zur Gewinnung von Brennholz nachhaltig bewirtschaftet. Das Sturmereignis vom 21. Juli 2003 verursachte vor allem im südlichen Teil des Auwaldgebietes flächenhafte Schäden im Ausmaß von etwa 7 ha. Auf Grund dieses Schadensausmaßes ist in den nächsten Jahren eine Holznutzung in der Milser Au mit Ausnahme der Schadholzaufarbeitung nicht mehr tragbar. Im Jahr 2008 wurde mit einem Revitalisierungprogramm der Au begonnen.

Larsennschlucht

Zwischen Milserberg und Lasaltnerwand bricht der Larsennbach aus einer wilden und tiefen Schlucht hervor, die durch ihre klassische Form, ihre Unergründlichkeit, ihre Tiefe und ihre Talnähe eine Besonderheit in dieser Region darstellt. Viele Kletterer kommen um diese Schlucht zu bezwingen. Die Quelle entspringt im Gemeindegebiet von Schönwies, dann wechselt der Bach kurz in die Gemeinde Mils und am Ende bildet er die Grenze zwischen den Bezirken Imst und Landeck.

Tourismus

Herbstliches Mils - Dorfstraße

Mils bei Imst positioniert sich als ruhige, kleine Gemeinde in zentraler Lage. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gemeinden in Westtirol gibt es hier in der Ortsmitte noch keine Hotels oder Wohnanlagen, wodurch das Gesamtbild sehr bäuerlich geblieben ist. Mils ist ein beliebter Urlaubsort für Familien, Sportler oder einfach nur Erholungssuchende.

Wirtschaft und Verkehr

Durch einen Autobahntunnel ist die Gemeinde vom Durchzugsverkehr befreit. Eine kürzlich errichtete Autobahnraststätte bringt der Gemeinde Arbeitsplätze und Einnahmen, ansonsten pendeln viele Bewohner zu ihrer Arbeitsstätte aus.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Geschichte Mils. Abgerufen am 6. 20 2012.