Miteigentum

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Das Miteigentum ist in den §§ 1008 ff. BGB geregelt, und dadurch gekennzeichnet, dass jedem Miteigentümer ein eigener quantifizierbarer Anteil an einer Sache zusteht. Die zugrunde liegende Sache wird nicht real geteilt, sondern es findet eine so genannte ideelle Teilung des Eigentumsrechts an der einzelnen Sache statt. Die Trennung erfolgt also nicht sichtbar. Dieser Anteil ist Eigentum, sodass neben den §§ 741 ff. und §§ 1009 ff. BGB auch die Vorschriften über das Eigentum anwendbar sind [1]. Bei einer Mehrheit von Eigentümern an einer Sache wird eine Bruchteilsmiteigentümerschaft i.S.d. § 741 BGB vermutet [2].

Österreich

Miteigentum ist im österreichischen Recht das in ideelle Anteile (Quoten, Bruchteile) zerlegte Eigentum mehrerer an einer gemeinsamen beweglichen Sache oder Liegenschaft (§ 825 ABGB), das dem deutschen Miteigentum nach Bruchteilen (Bruchteilseigentum) ähnelt, wie es in den §§ 1008 - 1011 des deutschen BGB geregelt ist. Wichtig ist die Unterscheidung zum Gesamthandseigentum, das eine rein deutsche Rechtsfigur und in Österreich äußerst umstritten ist.

Verwaltung

Die Miteigentümer müssen die Sache, im Verhältnis ihres Anteils daran, gemeinsam verwalten (§ 833 ABGB), wobei die absolute Mehrheit ausschlaggebend ist. Bei außerordentlichen Entscheidungen über das Schicksal der Sache wird Einstimmigkeit verlangt, kann diese nicht erzielt werden entscheidet das Gericht im Außerstreitverfahren.

Beendigungsmöglichkeiten

Neben der einvernehmlichen Aufhebung (Aufhebungsvertrag) gibt es auch noch die Aufhebungsklage.

Spezialformen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Palandt/Bassenge, 71. Auflage, 2012, § 1008 Rn. 1; BGH in NJW 2007, 2254.
  2. Palandt/Bassenge, 71. Auflage, 2012, § 1008 Rn. 1.
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!