Mittelberg (Vorarlberg)

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Mittelberg
Wappen von Mittelberg
Mittelberg (Vorarlberg) (Österreich)
Mittelberg (Vorarlberg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 96,85 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 10° 9′ O47.32277777777810.1555555555561200Koordinaten: 47° 19′ 22″ N, 10° 9′ 20″ O
Höhe: 1200 m ü. A.
Einwohner: 4.931 (30. Sep. 2012)
Bevölkerungsdichte: 50,91 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 6991, 6992, 6993 (Österreich)
87567, 87568, 87569 (Deutschland)
Vorwahl: 05517
Gemeindekennziffer: 8 02 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Walserstr. 52
6991 Riezlern
Website: www.kleinwalsertal.com/gemeinde/buergerservice.html
Politik
Bürgermeister: Andi Haid (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(24 Mitglieder)
12 ÖVP, 7 FPÖ, 5 Initiative Pro Kleinwalsertal
Lage der Gemeinde Mittelberg im Bezirk Bregenz
Alberschwende Andelsbuch Au Bezau Bildstein Bizau Bregenz Buch Damüls Doren Egg Eichenberg Fußach Gaißau Hard Hittisau Höchst Hörbranz Hohenweiler Kennelbach Krumbach Langen bei Bregenz Langenegg Lauterach Lingenau Lochau Mellau Mittelberg Möggers Reuthe Riefensberg Schnepfau Schoppernau Schröcken Schwarzach Schwarzenberg Sibratsgfäll Sulzberg Warth Wolfurt VorarlbergLage der Gemeinde Mittelberg (Vorarlberg) im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Mittelberg (im Herbst 2005)
Mittelberg (im Herbst 2005)
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Mittelberg, Aufgenommen ca. 1900
Walmendingerhornbahn

Mittelberg ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bregenz mit 4931 Einwohnern (Stand 30. September 2012) .

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde umfasst das gesamte Kleinwalsertal. Das Gemeindegebiet von Mittelberg ist auf Straßenverbindungen nur über Bayern, also das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland, erreichbar, und wird daher auch als österreichische Exklave bezeichnet.

Diese geografische Besonderheit bezeichnet eine funktionelle Exklave. Aufgrund ihrer geografischen Lage wurde die Gemeinde zum deutschen Zollanschlussgebiet gemacht.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Mittelberg grenzt insgesamt an fünf Gemeinden in Vorarlberg. Es sind dies die Gemeinden Egg (Vorarlberg), Bezau, Schoppernau, Schröcken und Warth (Vorarlberg), welche allesamt zum Bezirk Bregenz gehören und Teile des Bregenzerwaldes sind. Die einzige deutsche Gemeinde, welche an Mittelberg grenzt, ist die Gemeinde Oberstdorf im bayerischen Landkreis Oberallgäu.

Geografische Lage

Mittelberg liegt in den Allgäuer Alpen, die ein Teil der nördlichen Ostalpen sind. Die höchste Erhebung ist der Große Widderstein (2.536 m). Von ihnen wird das Kleinwalsertal gegenüber dem übrigen Staatsgebiet Österreichs abgeschnitten.

Die Breitach ist der größte Bach im Gemeindegebiet. Sie fließt durch alle drei Ortschaften und nimmt das Wasser der Seitenbäche auf. In Mittelberg speisen Bäche wie Derrabach, Turabach, Bärgundbach, Gemstelbach und Wildenbach die Breitach und deren Seitenbäche.

Zu den wichtigsten Bergen von Mittelberg gehören:

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Mittelberg besteht aus der Katastralgemeinde Mittelberg. Diese gliedert sich in die drei Ortschaften Mittelberg, Hirschegg und Riezlern. Da Mittelberg als erste der drei Ortschaften im Kleinwalsertal besiedelt worden ist, trägt die Gemeinde den Namen Mittelberg.

Die Ortschaft Mittelberg beinhaltet noch die Dörfer Baad, Bödmen, Stütze, Höfle, Außennebenwasser, Vorderboden, Oberahorn und Unterahorn.

Geschichte

Die Region wurde im Jahre 1270 von den aus der Schweiz kommenden Walsern besiedelt, die zur Volksgruppe der Alemannen gehören.

Durch diese Herkunft unterscheiden sich die Bewohner sprachlich noch heute von jenen der umliegenden Gemeinden. Ihr Dialekt wird den höchstalemannischen Dialekten zugeordnet, während man im Allgäu einen niederalemannischen Dialekt und im restlichen Vorarlberg einen hochalemannischen Dialekt (Vorarlbergerisch) spricht.

Landkreis Sonthofen

Vom 15. Oktober 1938 bis zum 8./9. Mai bzw. 19. September 1945 gehörte die Gemeinde Mittelberg zum bayrischen Landkreis Sonthofen.[1] Damit war Mittelberg anders als der Rest des Bundeslands Vorarlberg während der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich nicht Teil des Gaus Tirol-Vorarlberg.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 10.403.437 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 26.732.399 €. Der Schuldenstand betrug 2001 18.421.179 €.

Es gab in der Vergangenheit Bestrebungen, den Gemeindenamen auf Kleinwalsertal zu ändern. Das rührt einerseits von der Tatsache, dass sich die anderen zwei Ortschaften gleichwertig entwickelt haben, und andererseits, dass sich der Name Kleinwalsertal im Gegensatz zu Gemeinde Mittelberg in der Bevölkerung etabliert hat. Diese Bestrebungen konnten sich allerdings nicht durchsetzen.

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 24 Mitgliedern. Amtierender Bürgermeister ist Andi Haid von der ÖVP. Nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl 2010 stellt die ÖVP 12, die FPÖ 7 und die Initiative Pro Kleinwalsertal 5 Mandate in der Gemeindevertretung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sport

Wegen der geografischen Lage nehmen einige Sportvereine am Spielbetrieb in Deutschland teil. So trat die Tischtennis-Damenmannschaft des SV Kleinwalsertal in den 1980er Jahren in der Bayernliga an.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur

Die 1966 erbaute Walmendingerhornbahn erschließt im Sommer ein 43 km umfassendes Wandergebiet und im Winter ein Skigebiet mit zwei zusätzlichen Sesselliften. Die Talstation befindet sich unweit des Mittelberger Ortszentrums auf 1200 m ü. A.. Die Bergbahn endet auf 1996 m ü. A. knapp unter dem Gipfel des Walmendingerhorns.

Bildung

In der Gemeinde gibt es Volksschulen in Mittelberg, Hirschegg, Riezlern mit angeschlossener Polytechnischer Schule, sowie eine Hauptschule mit Förderschule.


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks

Referenzen

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 571.
  2. Zeitschrift DTS, 1988/8 - dts regional/Süd S.2