Mold (Gemeinde Rosenburg-Mold)

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Mold (DorfOrtschaft)
Katastralgemeinde Mold
Mold (Gemeinde Rosenburg-Mold) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Rosenburg-Mold
Koordinaten 48° 39′ N, 15° 42′ O48.64860915.69993302Koordinaten: 48° 39′ N, 15° 42′ Of1
Höhe 302 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 404 (2001)
Fläche d. KG 12,78dep1
Postleitzahl A-3580f1
Vorwahl +43/02982f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04018
Katastralgemeindenummer 10039
Zählbezirk/Zählsprengel Mold (31121 001)
Bild
Mold mit der Wallfahrtskirche Maria Dreieichen.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Mold ist ein Ort auf dem Gebiet der gleichnamigen Katastralgemeinde der Gemeinde Rosenburg-Mold im Bezirk Horn in Niederösterreich. Auf dem Katastralgemeindegebiet befindet sich außerdem noch die Kirchsiedlung Maria Dreieichen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort liegt 3 km südöstlich der Bezirkshauptstadt Horn an der Horner Straße (B4). Die Seehöhe in der Ortsmitte liegt bei 302 Metern. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 12,78 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 404 Einwohner (Stand: 2001).

Postleitzahl

In der Gemeinde Rosenburg-Mold finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Der Ort Mold hat die Postleitzahl 3580. Die zur Katastralgemeinde Mold gehörende Kirchsiedlung Maria-Dreieichen hat die Postleitzahl 3744.

Bevölkerungsentwicklung[1]

Bevölkerungsentwicklung von Mold (Gemeinde Rosenburg-Mold) zwischen 1830 und 2001
1830 1846 1869 1951 1961 1971 1991 2001

432

416 527 427 402 422 379 404

Geschichte

Blick auf Mold und Maria Dreieichen, Ansichtskarte um 1898

Das Gebiet von Mold war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. In Mold wurden zwischen 1995 und 2007 bei mehreren Grabungen bedeutende Funde zur Linearbandkeramik gemacht.[2] Der Ort wird um 1300 erstmals als Besitz eines Hugo von Mold, der am Ort einen Edelsitz hatte, erwähnt. In der Neuzeit gehörte der Ort zur Herrschaft Horn und Rosenburg und war kirchlich der Pfarre Riedenburg in Horn zugeordnet. Im Dezember 1680 starben mehrere Bewohner Molds an der Pest. Als 1783 die Wallfahrtskirche Maria Dreieichen zur Pfarre erhoben wurde, wurde Mold diesem Pfarrsprengel angegliedert. Während der Napoleonischen Kriege brannten marodierende französische Soldaten mehrere Häuser des Ortes nieder.[3]

1938 wurden die benachbarten Orte Mörtersdorf und Zaingrub nach Mold eingemeindet.[4] Zum 1. Januar 1967 vereinigten sich die Gemeinden Mold mit Maria-Dreieichen, Mörtersdorf und Zaingrub zur Gemeinde Mold. Die Gemeinde Rosenburg-Mold entstand 1971 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Rosenburg mit Stallegg und Mold.[5]
In jüngster Zeit, zuletzt im August 2010, war Mold von Überflutungen, die schwere Schäden verursachten, betroffen.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Basilika Maria Dreieichen
  • Teufel- oder Riesenstein, ein Ortswahrzeichen, welches sich heute im verbauten Gebiet von Mold befindet und an das sich Sagen knüpfen. Wahrscheinlich stand diese Steinplatte einst in Beziehung zur Wallfahrt nach Maria Dreieichen. Dieser Dreieichenstein dürfte ähnlich zu verstehen sein wie der Taferlstein von Maria Taferl oder der Zeichenstein von Sonntagberg. Er ist auch auf den Ursprungsbildern von Maria Dreieichen abgebildet.[7][8]

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

  • Bauernmarkt in Mold[9]

Bildungseinrichtungen

  • Bildungswerkstatt der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer[10]

Weitere Einrichtungen

  • Gemeindeabfallwirtschaftsverband Horn in Mold[11]
  • Bezirksbauernkammer Horn in Mold

Verkehr

Mold liegt an der Horner Straße (B4). Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Mold mehrere Haltestellen der Linien 635 ( HornKorneuburg), 1026 (Raabs an der Thaya - Wien-Praterstern) und 1036 (Zwettl - Wien-Praterstern) an. Der Ort liegt an der Kamptalbahn. Die Bedarfshaltestelle Mold wurde 1991 aufgelassen.[12] Die nächstgelegenen Bahnhöfe der ÖBB sind Rosenburg und Horn NÖ an der Kamptalbahn.

Bedeutende in Mold geborene oder hier wirkende Menschen

Literatur

  • Robert Bösner: 350 Jahre Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes von Maria Dreieichen. Salzburg 2006.
  • Joris Coolen: Das Haus II von Mold, Niederösterreich und andere Kleinbauten der Linearbandkeramik. In: Archaeologia Austriaca, Jg. 88 (2004), S. 67-102.
  • Thomas Hofmann, Erich Rabl, Wolfgang Stangl: Horner Mosaik. Ein anderes Heimatbuch. Bilder und Texte aus dem Bezirk Horn, Weitra 2005, S. 217.
  • Eva Lenneis: Ein bandkeramischer Großbau aus Mold bei Horn, Niederösterreich, in seinem europäischen Kontext. In: Akten d. 9. Österreichischen Archäologentages Salzburg 2001. Wien 2003, S. 135–137 und Tafel 44,45.
  • Eva Lenneis: Ein unvollendet (?) abgebranntes Haus der Linearbandkeramik aus Mold bei Horn. In: Archäologie Österreichs 15/2 (2004), S. 16-18.
  • Eva Lenneis: Ein bandkeramischer Großbau aus Mold bei Horn, Niederösterreich. In: Gedenkschrift für Viera Pavúková (= Studia Honoraria 21). Rahden 2004, S. 379–393.
  • Rosenburg, Mold, Maria Dreieichen. Eine Waldviertler Gemeinde auf dem Weg ins Jahr 2000. Rosenburg-Mold 1985.
  • Judith Schwarzäugl: Die Bauabfolge des zentralen Bereiches der linearbandkeramischen Siedlung von Mold. Die Häuser 5-10 und 12, Diplomarbeit, Universität Wien, 2011. (Online abrufbar unter http://othes.univie.ac.at/14145/)
  • Walter Zach-Kiesling: Bildstockwanderungen im Poigreich : Wanderwege zu religiösen Kleindenkmälern in den Gemeinden Horn, Rosenburg-Mold und St. Bernhard-Frauenhofen. Horn 1995.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich, Teil 2, S. 53.
  2. Eva Lenneis: Ein bandkeramischer Großbau aus Mold bei Horn, Niederösterreich, in seinem europäischen Kontext. In: Akten d. 9. Österreichischen Archäologentages Salzburg 2001. Wien 2003, S. 135–137 und Tafel 44,45; Eva Lenneis: Ein unvollendet (?) abgebranntes Haus der Linearbandkeramik aus Mold bei Horn. In: Archäologie Österreichs 15/2 (2004), S. 16-18; Eva Lenneis: Ein bandkeramischer Großbau aus Mold bei Horn, Niederösterreich. In: Gedenkschrift für Viera Pavúková (= Studia Honoraria 21). Rahden 2004, S. 379–393; Joris Coolen: Das Haus II von Mold, Niederösterreich und andere Kleinbauten der Linearbandkeramik. In: Archaeologia Austriaca, Jg. 88 (2004), S. 67-102, Judith Schwarzäugl: Die Bauabfolge des zentralen Bereiches der linearbandkeramischen Siedlung von Mold. Die Häuser 5-10 und 12, Diplomarbeit, Universität Wien, 2011 (Online abrufbar unter http://othes.univie.ac.at/14145/).
  3. Franz Xaver Schweickhardt von Sickingen: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens. Viertel Ober-Manhardsberg. Bd. 1, Wien 1839, 216-219. (Online-Version )
  4. http://www.verwaltungsgeschichte.de/aus_horn.html
  5. Thomas Hofmann, Erich Rabl, Wolfgang Stangl: Horner Mosaik. Ein anderes Heimatbuch. Bilder und Texte aus dem Bezirk Horn, Weitra 2005, S. 217.
  6. Drei Mal Flut in einem Ort ohne Bach und Fluss ([1] (Die Presse, vom 11. August 2010)
  7. Hermann Maurer, Waldviertel 1985, Mannus-Bibliothek 23, Bonn 1985, S.59ff.
  8. Hermann Maurer, Wallfahrten zum Bründl von Maria Dreieichen, Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LIX/108, Wien 2005, S. 43f.
  9. Website des Bauernmarktes Mold
  10. Website der Bildungswerkstatt der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer
  11. Website des Gemeindeabfallwirtschaftsverbandes Horn
  12. Paul G. Liebhart, Wolfgang Andraschek, Gerhard Baumrucker: Die Kamptalbahn. Erfurt 2010, S. 94. ISBN 978-3-86680-692-4