Mondi AG

Mondi AG[1]
Mondi Logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft (Holding)
Gründung 1793
Sitz Wien / Österreich
Leitung Peter Machacek (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter 12.200 (2008)
15.037 (2005)
16.945 (2004)
Umsatz 2.039 (2008)
1.752 Mio. Euro (2005)
1.766 Mio. Euro (2004)
Branche Papierhersteller
Produkte Kopierpapier, Pre-print und Offsetpapier
Website www.mondigroup.com

Die Mondi AG gehört zur Mondi Gruppe und ist die Holdinggesellschaft mehrerer österreichischer und (von Österreich aus gesehen) ausländischer Papierhersteller, mit Hauptsitz in Wien.[1] Die Firmengruppe geht auf die 1793 gegründete Neusiedler Papierfabrik zurück (heute: Mondi Neusiedler GmbH[2]) und untersteht ihrerseits vertikal zwei weiteren Holdinggesellschaften, die der Mondi Packaging Sarl gehören.[3][4]

Die Mondi Gruppe ist in die zwei Divisionen Europe & International und South Africa aufgeteilt. Zusätzlich gibt es noch einen Unternehmenszweig Joint Ventures und Subsidiaries.[5]

Zur Europadivision gehören sechs Produktionsstätten für Papier und das Vorprodukt Zellstoff in der Slowakei, in Russland, Israel, Südafrika und Österreich. Darüber hinaus werden Forstwirtschaften in Südafrika (520.000 ha) und Russland (1,7 Mio. ha) betrieben. Dazu kommen Verkaufsbüros in den Niederlanden, in Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Polen, Bulgarien, Tschechien, Rumänien, Russland, Ungarn, Ukraine, Australien, China, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Deutschland und in Österreich.

Die rund 12.000 Mitarbeiter in Österreich haben im Jahr 2008 ca. zwei Millionen Tonnen ungestrichenes holzfreies Naturpapier erzeugt.

Geschichte

ehemaliges „Neusiedler“-Logo

Im Jahre 1793 erhielt Ignaz Theodor von Pachner die Erlaubnis zur Errichtung einer Papiermühle für hochwertige Papiere, die er in Klein-Neusiedl in der Nähe von Wien baute. Im Jahr 1800 war diese Papiermühle bereits der größte Papierhersteller auf dem Gebiet des Kaiserreiches Österreich-Ungarn. Daraus ergab sich der ursprüngliche Name Papierfabrik Neusiedl und der späteren Neusiedler AG der Mondi BP.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Papierfabrik in Theresienthal und die Papier- und Zellstofffabrik in Kematen errichtet, beide sind noch heute in Betrieb.

Im Jahre 1995 wurden die Fabriken im ungarischen Szolnok und 1997 im ungarischen Dunaújváros erworben. 1999 folgen 50,1 % der Fabrik in Hadera in Israel, im Jahre 2000 50 % der Fabrik in Ružomberok, der größten Papierfabrik in der Slowakei.

Das 1998 in Ulmerfeld errichtete Hochregallager mit 7.700 Palettenstellplätzen brannte während laufender Erweiterungsarbeiten am 24. Mai 2001 innerhalb von weniger als einer Stunde vollständig ab, konnte aber durch die Fertigstellung des mehr als doppelt so großen Erweiterungslagers kurzfristig ersetzt werden.[6]

Die Fabrik in Syktywkar in Russland wurde mehrheitlich im Jahre 2002 erworben. Zu Beginn des Jahres 2004 wurden zwei Werke von Mondi Südafrika in Richards Bay und Merebank/Durban in die Firma integriert. Zum 1. Oktober 2004 wurden die Standorte Theresienthal und Kematen von Mondi übernommen. Die zwei ungarischen Werke wurden im Jahr 2008 geschlossen.

Mit 17. November 2004 erfolgte die Umbenennung der Neusiedler Ybbstal AG in Mondi Business Paper Austria AG. Per 16. April 2008 wurde die Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und firmiert seitdem unter Mondi Neusiedler GmbH.[2]

Die heutige österreichische Holdinggesellschaft begründet sich auf der Papierfabrik Frantschach Aktiengesellschaft. Mit 20. November 2004 wurde die Frantschach in die Mondi Packaging AG und per 28. November 2007 in die Mondi AG umfirmiert.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c firmenabc.at: Mondi AG. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  2. a b firmenabc.at: Mondi Neusiedler GmbH. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  3. firmenabc.at: MONDI Industrial Packaging Holdings GmbH. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. firmenabc.at: MONDI Holdings Austria GmbH. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  5. Website Mondi Group – Structure. Abgerufen am 6. Juni 2010.
  6. Zeitschrift des Hochregalherstellers mit Bericht über das Erweiterungslager (PDF), Nr. 1, 2002.