Mondseer

Mondseer, auch bekannt als „Mondseer Schachtelkäse“, ist ein österreichischer Schnittkäse.

Der Legende nach sollen französische Soldaten während der Napoleonischen Kriege auf einem Gutshof in der Nähe von Schloss Hüttenstein versucht haben, Münsterkäse herzustellen. Das Ergebnis soll aber der später so genannte „Mondseer“ gewesen sein. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Herstellung 1830, als nach diesem Verfahren in der Meierei des Schlosses Mondsee gekäst wurde, daher erhielt der Käse seinen Namen. Der zweite Name „Mondseer Schachtelkäse“ etablierte sich in den 1920er-Jahren, als er entsprechend seiner Verpackung unter diesem Namen vermarktet wurde.

Der Mondseer wird heute nicht nur in Mondsee hergestellt, sondern in Lizenz auch in anderen oberösterreichischen und Salzburger Molkereien. „Mondseer“ ist eine Geschützte Ursprungsbezeichnung.

Der Mondseer wird aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt. Er ist ein halbfester Schnittkäse mit weichem Teig und Schlitzlochung, ähnlich wie Münsterkäse oder Limburger. Die Oberfläche wird von Hand mit Salzwasser-Rotschmiere gebürstet, die Reifung dauert vier bis sechs Wochen, der Fettgehalt liegt bei 45 % Fett i. Tr. Er hat ein mild bis leicht scharfes Aroma und einen süß-sauren Geschmack, die Naturrinde ist von gelb-oranger Farbe. Üblicherweise werden Laibe zu einem Kilo produziert.

Literatur

  • Vene Maier: Käse in Österreich. Falter Verlag, Wien 1993, ISBN 3-85439-110-2. (Seiten 166f., 172, 298)

Weblinks