Montana Austria

Montana Flugdienst GmbH (IATA-Code: OC/OF, im Außenauftritt Montana Austria) war eine österreichische Fluggesellschaft mit Sitz in Wien, die von 1975 bis 1981 existierte.

Die Gesellschaft wurde von Flugkapitän Hans-Jörg Stöckl gegründet, gegen heftigen Widerstand seitens des damaligen Monopolisten Austrian Airlines. Die Flotte umfasste drei Boeing 707, darunter zwei Exemplare des Typs 707-138B, eine ursprünglich für Qantas angefertigte Sonderversion mit verkürztem Rumpf und längerer Reichweite. Montana flog hauptsächlich Touristenziele in Übersee an, vor allem Bangkok (via Bagdad/Sharjah) und New York. Daneben war Montana auch im Frachtgeschäft tätig und flog vor allem in der Nebensaison für andere Fluggesellschaften im ACMI.

Gegen Ende der 1970er Jahre geriet die Gesellschaft zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Am 13. Mai 1981 wurde in Houston eine Maschine der Montana vom US-Zoll beschlagnahmt und die Crew verhaftet. Dadurch wurde ein geplanter Waffenschmuggel nach Südafrika, entgegen dem internationalen Embargo gegen das Apartheid-Regime, verhindert.[1] Am 24. Juli 1981 meldete Montana schließlich den Konkurs an, nachdem der Finanzier Carl Press die gestundeten Leasing-Raten für die Flugzeuge fällig gestellt hatte.[2]

Flotte

Bei Betriebseinstellung hatte Montana Austria drei Flugzeuge in Betrieb:[3]

Einzelnachweise

  1. Zoll ließ sich nicht täuschen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 14. Mai 1981, S. 7.
  2. Montana-Pleite: 2500 bangen um ihre Heimkehr. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 25. Juli 1981, S. 7.
  3. Flottenhistorie auf ATDB.org

Literatur

  • B.I. Hengi: Vergangen. Vergessen. Vorbei. Ehemalige Fluggesellschaften weltweit – Pleiten, Fusionen und Verkäufe ab 1970. NARA-Verlag, Allershausen 1999, ISBN 3-925-67127-7

Weblinks