Moritz Franz Kasimir von Wobersnow

Moritz Franz Kasimir von Wobersnow (* 1708; † 23. Juli 1759 bei Kay) war ein königlich preußischer Generalmajor der Infanterie und Generaladjutant von Friedrich II..

Er war der Sohn von Moritz Georg von Wobersnow und Anne Elisabeth von Manteuffel aus dem Haus Popelow.

Leben

Er trat im Jahre 1723 dem Infanterie-Regiment Nr.17 (Grumkow) als Fahnenjunker bei. Mit dem neuen König Friedrich II. wurde er zum Regiment Nr.37 (Moulin) versetzt. Dort wurde er im August 1747 Major. Im August 1751 erhielt er für seine Dienste die Präbende des Stifts Minden. Im März 1752 wurde er zum Oberstleutnant und Flügeladjutanten. Er bekam auch die Aufsicht über das Feldjägerkorps zu Pferde. Weiter begleitete er den König auf seinen Feldzug nach Sachsen.

In der Schlacht von Prag am 6. Mai 1756 wurde er verwundet aber erholt sich bald. Er kämpft bei Roßbach und Leuthen. Nach Leuthen wurde er am 5. Dezember zum Generalmajor ernannt. Der König schickte ihn daraufhin zur Armee von Dohna, die gegen die Russen stand. Im August 1758 kämpften er in der Schlacht von Zorndorf und half, die Russen im September aus Landsberg an der Warthe zu vertreiben. Im Februar 1759 bekam er ein eigenes Korps, mit dem er (zusammen mit Puttkamer) von Schlesien nach Polen zog. Dort hatte er den Auftrag, russischen Magazine zu zerstören. Er blieb mit seinen Truppen, bis ihm die Verpflegung ausging und er nach Schlesien zurück musste. Dabei führte er den Fürst Sulkowski mit, dieser wurde wegen Unterstützung der russischen Truppen in seiner Residenz in Lissa verhaftet und nach Glogau verbracht. Er selbst ging wieder zur Armee von Dohna. Im Juni zog die Armee gegen die Russen in Richtung Polen. General Wobersnow führte dabei die Vorhut. Er fiel in der Schlacht bei Kay am 23. Juli 1759.

Moritz Franz Kasimir von Wobersnow war Erbherr auf Camsow, Baztow und Wiegarten.

Sein Name wurde 1851 auf einer der Ehrentafeln am Reiterstandbild Friedrichs des Großen verewigt.

Familie

Moritz Franz Kasimir von Wobersnow war mit Maria Luise von Suckow (* 1717; † 1757 in Dresden) verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter und einen Sohn, der Leutnant im Garde du Corps war und 1769 bei einem Duell starb.

Literatur