Moritz von Franck

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Moritz Ritter von Franck (Lithographie von Adolf Dauthage, 1861)

Moritz Ritter von Franck (* 26. September 1814 in Wien; † 7. September 1895 in Graz in der Steiermark) war Sohn des Gutsbesitzers Josef Johann Ritter von Franck und studierte bis zum Jahre 1830 Philosophie in München. Von 1861 bis 1864 und von 1867 bis 1870 war er Bürgermeister in Graz.

Nach dem Philosophiestudium schlug er eine militärische Laufbahn ein: von 1830 bis 1836 als Leutnant und später als Oberleutnant der österreichischen Armee. Im Jahr 1836 freiwillig aus der österreichischen Armee ausgetreten, war er von 1836 bis 1840 Landwirt in Niederösterreich. Im Jahre 1840 erwarb er die Herrschaft Finkenegg bei Wildon in der Steiermark, die bis 1895 in seinem Besitz blieb. Von 1841 bis 1895 leitete er als Direktor, später auch als stellvertretender Direktor, die steiermärkische Sparkasse in Graz. 1861-64 u. 1867-70 war er Bürgermeister von Graz. Die Ausgestaltung des Grazer Stadtparks, für die er den Grazer Verschönerungsverein ins Leben rief, ging auf seine Initiative zurück. Unter seiner Ägide entstanden: Hilmteichanlagen, Wasserleitung, Volksküche, Gemeindesparkasse, Städtisches Spital, Häusernummerierung, Armenfürsorge. Begraben am St. Leonhard-Friedhof in Graz.

Franck vertrat vom 18. Mai bis zum 7. September 1848 den 6. Wahlkreis Steiermark (Wildon) als Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung.

Sein Vetter Gustav von Franck (* 1807 in Wien; † 1860 in London) war ein berühmter zeitgenössischer Schriftsteller, Maler und Herausgeber, der sich 1848 am Wiener Oktoberaufstand beteiligte und deswegen nach England fliehen musste.

Literatur

  • Franz Ilwof: Franck, Moritz von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 48, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S. 677–680.
  • Heinrich Best, Wilhelm Weege: Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49. Droste-Verlag, Düsseldorf 1998, S. 143, ISBN 3-7700-0919-3.
  • Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950. Graz: Böhlaus 1954
  • Constant von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreichs. Wien 1856-1891