Naturpark Steirische Eisenwurzen

Der Naturpark Steirische Eisenwurzen ist der größte Naturpark der Steiermark. Er liegt in der Obersteiermark und ist neben dem Naturpark Kamptal der einzige Naturpark Österreichs, der von der UNESCO zum Europäischen Geopark ernannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Im Jahre 1996 gründeten sieben Gemeinden den Naturpark Eisenwurzen mit insgesamt 6.300 Einwohnern und einer Fläche von 58.600 ha. Er ist vor allem geprägt durch seinen außerordentlichen Waldreichtum, unberührte Naturlandschaften und außergewöhnliche Flusstäler. Im 15. und 16. Jahrhundert prägten Hammerherren, Köhler und Flößer die Region. Damals wurde das aus dem Erzberg gewonnene Erz zu hochwertigen Edelprodukten in der Eisenwurzen verarbeitet. Seit 2002 ist der Naturpark Europäischer Geopark und wurde 2004 für seine Aktivitäten von der UNESCO mit dem Zertifikat Global Geopark ausgezeichnet.

Mitglieder des Naturparks Steirische Eisenwurzen sind die Gemeinden St. Gallen, Weißenbach an der Enns, Altenmarkt, Gams bei Hieflau, Palfau, Landl sowie Wildalpen[1]. Die Gesamtfläche des Naturparks beträgt 586 Quadratkilometer in Höhenlagen von 406 bis 2144 Meter Seehöhe.

Flora und Fauna

In den Tälern des Naturparks Steirische Eisenwurzen findet man vorrangig Wiesen mit Weiden und Streuobstwiesen. Die landwirtschaftlichen Betriebe finden durch die naturräumlichen und klimatischen Verhältnisse beste Bedingungen für Milchwirtschaft, Kälberaufzucht und Waldbewirtschaftung. Es sind aber auch noch Reste von Moorlandschaften und Auen vorhanden. In der Naturparkgemeinde Mooslandl befindet sich ein Flach- und Niedermoor, das sich auf den mächtigen eiszeitlichen Schotterterrassen der Enns gebildet hat.

Große Teile des Naturparks bestehen aus Wald. Überwiegende Baumarten sind Fichten, Tannen, Kiefern und Buchen. Besonders hervorzuheben sind dabei die Schluchtwälder (Kiefern), die im Präboreal, also der Vorwärmezeit, die beherrschende Waldgesellschaft bildeten. Sie gelten heute als so genannte Reliktstandorte. Charakteristische Pflanzen des Gebietes sind: die Schneerosen, der Seidelbast, verschiedene Hahnenfußarten, Huflattich, Leberblümchen und die Buschwindröschen. Etwas höher oben findet man Almen, die heute als Ausflugsziel dienen. Früher jedoch war die Almwirtschaft hier von großer Bedeutung. Während die Niederalmen heute noch bestehen, wurden den Hochalmen die Weiderechte aus forst- und jagdwirtschaftlichen Gründen abgelöst. Besondere Pflanzen auf den Almen sind die Bürstlingsrasen, der Weißer Germer, der Almampfer, der Arnika, der Blaue Eisenhut und die Silberdistel. Noch ein bisschen höher, in den alpinen Regionen des Naturparks, wechseln sich Felsspaltenvegetation, Schuttfluren, alpine Matten und Zwergstrauchgesellschaften mit Latschenfeldern ab. Eine typische Pflanze für die Kalk-Felsspalten sind etwa die Aurikel oder der Petergstamm.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lage des Naturparks, abgerufen am 3. März 2011

47.68480614.743652Koordinaten: 47° 41′ 5″ N, 14° 44′ 37″ O