neger (Adjektiv)


Die Bedeutung des ostösterreichischen, veraltenden[1] Adjektivs neger, Synonym für pleite, mittellos, hat wie schwarz fahren die Herkunft im Dunklen, Verborgenen.[2] Volksetymologisch abschätzig mit schwarzen Zuwanderern in Verbindung gebracht, suggeriert der Ausdruck Habenichtse und Schnorrer.[3]

Eine negere Person wird auch Negerant genannt. 1984 erreichte Rainhard Fendrichs Austropop-Single Ich bin ein Negerant, Madame die österreichischen Charts.

Einzelnachweise

  1. Herbert Fussy: Auf gut Österreichisch. Ein Wörterbuch der Alltagssprache. Wien 2003, ISBN 3-209-04348-5, S. 85
  2. Maria Hornung, Sigmar Grüner: Wörterbuch der Wiener Mundart. 2. Auflage, Wien 2002, ISBN 3-209-03474-5, S. 606
  3. Rudolf Muhr: Sprache und Land. Die soziale und kulturelle Wirklichkeit Österreichs im Spiegel seiner Sprache. In: Werner Bauer und Herrmann Scheuringer: Beharrsamkeit und Wandel. Festschrift für Herbert Tatzreiter zum 60. Geburtstag. Wien 1998, ISBN 3-7069-0088-2, S. 153