Neubau (Gemeinde Hörsching)

Neubau ist der älteste Ortsteil der Gemeinde Hörsching (Oberösterreich) und eine eigene Katastralgemeinde. Er liegt an der Wiener Straße (B 1) zwischen Linz und Wels. Der Ortsteil hat 1.064 Einwohner (Stand 2001).[1]

Schon zu Römerzeiten führte an dieser Stelle eine Straße von Linz nach Wels. Der frühere Name von Neubau war Altsachsenburg. Diese Burg ist nicht erhalten, da Kaiser Maximilian I. 1518 aus dem Material der Burg ein Jagdschloss bauen ließ, dem er den Namen Neusaxenburg, heute Neubau, gab. Die Sachsenburg wurde später vom Militär erworben und wurde in ein Pulvermagazin umfunktioniert. Im Eröffnungsjahr 1835 der Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden wurde Neubau an diesen Bahnbereich angeschlossen (Umspannstation Neubau).[2] Die Pferdebahn verkehrte hier auf der Chaussee der Wiener Reichsstraße.

Der Ort litt unter sehr starkem Durchgangsverkehr, eine Umfahrungsstraße mit teilweiser Untertunnelung war bereits Anfang der 1970er Jahre geplant,[3] wurde jedoch erst 2008 bis 2010 fertiggestellt.[4] Bei den Vorbereitungen zu den Bauarbeiten wurden archäologisch interessante Funde gemacht, eine steinzeitliche Siedlung der Latènezeit. Diese Latènesiedlung Neubau wurde 2012 unter Denkmalschutz gestellt.[5]

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Volkszählung 2001
  2. Gemeinde Hörsching
  3. Umfahrung für Neubau ist fix. auf: ORF Oberösterreich. 11. September 2007.
  4. Umfahrung Neubau 20 Jahre nach Planungsstart eröffnet. auf: regionews.at 28. September 2010.
  5. Den Alltag der Kelten ausgraben. Abgerufen am 15. August 2012.

48.21983333333314.194416666667Koordinaten: 48° 13′ N, 14° 12′ O