Neues Rathaus (Linz)

Das Neue Rathaus in Urfahr an der Donau mit den Türmen des Lentia 2000 im Hintergrund

Das Neue Rathaus im Linzer Stadtteil Urfahr wurde 1985 eröffnet und beherbergt die (ehemals über das Stadtgebiet verteilten) Magistratsdienststellen und das Stadtarchiv. Das Bauwerk dominiert den Stadtteil, allein Vorplatz und Foyer umfassen 1720 m², die Freiflächen (etwa Terrassen) insgesamt rund 10.000 m². Architekt des Gebäudekomplexes ist Rupert Falkner.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Konzept

Der Komplex mit seinen zahlreichen Dachterrassen ist als „begehbarer Hügel“ konzipiert und erinnert damit entfernt an einem mesopotamischen Ziggurat. Durch die enorme Größe und eigenwillige Architektur war er allerdings von Anfang an umstritten. Das Gebäude gilt heute als Beispiel einer sogenannten „Megastruktur“ im Geiste der 1960 und -70er Jahre. Hierbei handelte es sich um in sich geschlossene „architektonische Landschaften“, die große und kleine Strukturen vereinten und vielfältig nutzbar waren; andere Beispiele stellen in Österreich das AKH Wien und die UNO-City dar.[1] Geplant ab 1977, fand am 13. Oktober 1983 die Gleichenfeier statt[2]; am 27. September 1985 konnte das Haus – überraschenderweise ein Jahr früher als geplant und mit geringeren Baukosten – eröffnet werden.[3]

Öffentlich nutzbare Räumlichkeiten

Im Neuen Rathaus steht ein 495 m² großer Festsaal mit einem Fassungsvermögen von 589 Personen zur Verfügung, außerdem befinden sich im ersten Obergeschoss Seminarräume mit insgesamt 221 m² und Platz für 150 Personen (in Sesselreihen). Der Ausstellungsraum misst 81 m².[4]

Lage

Der Komplex liegt im Stadtteil Urfahr, (Hauptstraße 1–5), direkt an der Donau. Das Alte Rathaus, in dem sich nach wie vor der Sitz des Bürgermeisters und des Gemeinderats befindet, und der Hauptplatz sind fünf Gehminuten (über die Nibelungenbrücke) entfernt.

Einzelnachweise

  1. Linz hat eine Megastruktur. Artikel von Lorenz Potocnik S. 18 (Abgerufen am 14. November 2009)
  2. Rudolf Lehr – Landeschronik Oberösterreich, Wien: Verlag Christian Brandstätter 2008 S. 474.
  3. Landeschronik Oberösterreich, S. 483.
  4. linz.at/kultur/raum (Abgerufen am 14. November 2009)

48.30991666666714.282666666667Koordinaten: 48° 18′ 36″ N, 14° 16′ 58″ O