Nikolaus Fheodoroff

Nikolaus Fheodoroff (* 15. September 1931 in Villach; † 26. August 2011 in Klagenfurt am Wörthersee[1]) war ein österreichischer Komponist, Dirigent, Pianist und Tonmeister.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Fheodoroff studierte von 1949 bis 1953 Komposition und Musiktheorie bei Felix Petyrek und Alfred Uhl, Dirigieren bei Hans Swarowsky und Orgel bei Alois Forer an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Germanistik bei Dietrich Kralik, Hans Rupprich und Wilhelm Meister an der Universität Wien. Er wurde mit der philosophischen Arbeit Wort und Geisteswirklichkeit. Zur Problematik des Denkers Ferdinand Ebner. zum Dr. phil. promoviert. Seine Doktorväter waren Leo Gabriel, Friedrich Kainz und Gerhard Schwarz.

Es verband ihn ein enger Kontakt mit den Komponisten Josef Matthias Hauer und Ferdinand Grossmann. Fheodoroff war Lektor für Kirchenmusik der Diözese Gurk. Außerdem war er musikalischer Leiter des ORF-Landesstudios in Kärnten und von 1967 bis 1991 des ORF-Kammerorchesters. Er vergab Kompositionsaufträge an Dieter Kaufmann, Hans-Jörg Scherr, Gerhard Lampersberg, Erich Opitz, Norbert Artner, Gerhard Dallinger, Hans Pleschberger und Günther Antesberger. In den 60er-Jahren war er Aufnahmeleiter bei den Salzburger Festspielen und beim steirischen herbst. Er wirkte als Konsulent des Österreichischen Komponistenbundes und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Von 1980 bis 2010 war er Obmann des Musikfestivals Carinthischer Sommer.

Als Dirigent brachte er u.a. die Volksoper (1984) von Dieter Kaufmann und Gert Jonke im Theater an der Wien zur Uraufführung.

Nikolaus Fheodoroff war Großoffizier des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, dessen Leitender Komtur der Komturei Klagenfurt von 1994 bis 2005.[2]

Ehrungen und Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://derstandard.at/1313025425698/1931-2011-Kaerntner-Komponist-Nikolaus-Fheodoroff-gestorben
  2. „Großoffizier Dr. phil. Nikolaus Fheodoroff ist am 27. August 2011 verstorben“, Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, abgerufen am 4. September 2011