Nora Exner

Nora Exner, verehelichte von Zumbusch (* 3. Februar 1879 in Wien; † 18. Februar 1915 ebenda) war eine österreichische Grafikerin, Bildhauerin und Keramikerin.

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Leben und Wirken

Fische, Holzschnitt 1903

Nora Exner stammte aus einer der bekanntesten Akademikerfamilien des alten Österreich. Sie war die Tochter von Adolf Exner (1841–1894) und dessen Frau Constanze Grohmann (1858–1922). [1]

Sie studierte von 1902 bis 1905 an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Alfred Roller, Kolo Moser und Franz Metzner, weiters in München und in Rom. Seit 1906 war sie mit dem Dermatologen Leo von Zumbusch verheiratet.

Gemeinsam mit ihrer ein Jahr jüngeren Kusine[1], Hilde Exner, und Franz Fiebiger gestaltete sie Holzschnitte von Tieren für ein Bilderbuch. Sie zeigte Plastiken auf der Kunstschau Wien 1908. 1913 stellte sie in der Wiener Galerie Miethke aus.

Wie ihre Kusine, widmete sich die Künstlerin während des Ersten Weltkriegs der Kranken- und Verwundetenpflege – und infizierte sich dabei, so wie Hilde Exner, unrettbar. [2]

Literatur

  • Maria Auböck (Textbeiträge), Maria Marchetti (Hrsg.): Wien um 1900. Kunst und Kultur. (Ausstellungskatalog). Brandstätter, Wien 1985, ISBN 3-85447-097-5, S. 502.
  • Deborah R. Coen:Vienna in the Age of Uncertainty: Science, Liberalism, and Private Life. University of Chicago Press, Chicago/London 2007, ISBN 978-0-226-11172-8.
  • Andrea Elisabeth Sebald: Der Kriminalbiologe Franz Exner (1881–1947). Gratwanderung eines Wissenschaftlers durch die Zeit des Nationalsozialismus. Rechtshistorische Reihe, Band 380, ZDB-ID 553472-0. Lang, Frankfurt am Main, Wien (u.a.) 2008, ISBN 978-3-631-57975-6.

Einzelnachweise

  1. a b Sebald: Der Kriminalbiologe Franz Exner, S. 29. – Text (Stammbaum) online.
  2. Frauke Severit (Hrsg.): Das alles war ich. Politikerinnen, Künstlerinnen, Exzentrikerinnen der Wiener Moderne. Böhlau, Wien (u.a.) 1998, ISBN 3-205-98922-8, S. 132.

Weblinks