Oberösterreich Tourismus

Oberösterreich Tourismus (OÖ. Tourismus) ist eine öffentlich-rechtliche Institution, die als Dienstleistungsorganisation für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Oberösterreich tätig ist. Sie koordiniert das Tourismusmarketing und unterstützt touristische Verbände und Organisationen in Oberösterreich. Die rechtlichen Grundlagen sind im Oö Tourismus-Gesetz von 1990 geregelt.[1] Die Geschäftsführung hat zurzeit (2012) Mag. Karl Pramendorfer, Vorstand des OÖ. Tourismus.

Inhaltsverzeichnis

Organe

Generalversammlung

Die Generalversammlung gibt die Leitlinien für den OÖ. Tourismus vor. Sie bestimmt den Vorstand auf vier Jahre und genehmigt das Landestourismuskonzept. Die Generalversammlung besteht aus dem für Tourismus zuständigen Landesrat für die Landesregierung, Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien, Vertretern aus dem Kreis der beitragspflichtigen Mitglieder der Tourismusverbände und dem Vorsitzenden des Landes-Tourismusrates.

Landes-Tourismusrat

Zu den wesentlichen Aufgaben des Tourismusrates zählen die Erstellung des Landestourismuskonzeptes, die Genehmigung des Jahresberichtes und die Überwachung der Gebarung. Der Landes-Tourismusrat setzt sich zusammen aus von den regionalen Tourismuskonferenzen gewählten Vertretern, einem Vertreter des Tourismusverbandes Linz, einem Vertreter des Tourismusverbandes Wels, Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien, der Wirtschaftskammer Oberösterreich, der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Oberösterreich, der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich und Vertretern der Landesregierung.

Tourismusstrategie

In Oberösterreich wurde das "Kursbuch Tourismus Oberösterreich 2011 bis 2016" als Strategie zur touristischen Weiterentwicklung und Vermarktung Oberösterreichs erarbeitet. Es ist die erste österreichische Landestourismusstrategie, die gemeinsam von Land, Wirtschaftskammer und Landes-Tourismusorganisation erarbeitet, getragen und umgesetzt wird.

Ziele

Ziele der Tourismusstrategie sind unter anderem:

  • Steigerung des relativen Wertschöpfungsanteils des Sektors am oberösterreichischen Bruttoregionalprodukt von derzeit rund 14,5 Prozent
  • Steigerung der Anzahl der Beschäftigten im Tourismus
  • Verbesserung der betrieblichen Struktur durch Erhöhung der durchschnittlichen Bettenanzahl je Betrieb
  • Steigerung der Gästeankünfte
  • Schaffung schlagkräftiger, effizienter Organisationsstrukturen
  • Positionierung des Tourismus als attraktiver Arbeitgeber, vor allem im ländlichen Raum
  • Professionalisierung und Know-how-Aufbau im Gesamtsystem durch koordinierte Aus- und Weiterbildung sowie Wissensmanagement
  • Integration der Prinzipien Nachhaltigkeit, Erhalt von Natur und Umwelt, E-Mobilität und Barrierefreiheit in die touristische (Produkt-)Entwicklung

Innovationsfelder

Kernstück des Kursbuches sind Innovationsfelder, die zum einen marketingstrategische Grundsätze und zum anderen Ansätze zur Professionalisierung der Tourismuswirtschaft beinhalten. Die oberösterreichische Markenstrategie differenziert künftig zwischen Marken-Destinationen und Regionsnamen. Dazu wurde 2011 ein Prozess zur Identifizierung und Qualifizierung von Marken-Destinationen initiiert und wird 2012 ein Markenvertiefungsprozess mit den Destinationen Salzkammergut, Linz und Donau stattfinden. Zudem werden die bisherigen Tourismusthemen zu den Motivbündeln „Bewegung & Naturerlebnis“, „Gesundheit & Wellness“, „Ausflug“, „Geschäftstourismus“, „Kultur & Städte“ und „Sonderinitiativen“ verknüpft.

Der Heimatmarkt Österreich und internationale Nahmärkten (Deutschland, Tschechien) stehen für Oberösterreich im Fokus der Marktbearbeitung. Im Zuge der Internationalisierungsstrategie werden Spot-Märkte nur in Kooperation mit Partnern (z.B. Österreich Werbung, Incoming-Reisebüros) und durch Bündelung der Marketingbudgets bearbeitet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tourismus-Gesetz 1990 idF Novelle 2003