Oskar Czeija

Oskar Czeija (* 5. September 1887 in Wien; † 7. März 1958 ebenda) war ein österreichischer Rundfunkpionier.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn von Karl August Czeija, der ebenfalls im entstehenden Telefoniegeschäft tätig war, war ursprünglich Jurist im öffentlichen Dienst. Erst nach Ende des Ersten Weltkrieges kam er mit dem Funk in Berührung, wo er sich die Grundlagen aneignete. Gemeinsam mit der Firma Schrack[1] erhielt er die Konzession für den ersten Radiosender in Österreich. Bei dieser Rundfunkanstalt, der RAVAG, war Czeija Generaldirektor bis 1938.

Außerdem war er ab 1929 Vorstand des „Weltfunkverbandes“[2]. Mit Hans Thirring entwickelte er ein Verfahren zur Herstellung von Tonbändern und gründete die Selenophon Licht- und Tonbildgesellschaft.

Viele Patente, die Tonaufnahmen betreffen, gehen auf Czeija zurück.

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg war Czeija vom 8. August bis 12. November 1945 öffentlicher Verwalter des „österreichischen Rundspruchwesens“ mit Sitz bei Radio Wien.

Ihm zu Ehren wurde vom Dokumentationsarchiv Funk[3] anlässlich der 80-Jahr Feiern des Rundfunks in Österreichs der Oskar Czeija-Gedächtnisfonds eingerichtet. Im Jahr 1999 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Oskar-Czeija-Gasse nach ihm benannt.

Literatur

  • Reinhard Schlögl: Oskar Czeja: Radio- und Fernsehpionier, Unternehmer, Abenteurer, Böhlau Wien 2005, ISBN 3-205-77235-0.
  • P. Kudlicza: ITT Austria 1884-1984, 1984.
  • Michael Schmolke (Hrsg.): Wegbereiter der Publizistik in Österreich, Österreichischer Kunst- und Kulturverlag Wien 1992, ISBN 3-85437-038-5.

Einzelnachweise

  1. (Rund)Funkgeschichte Österreichs
  2. Reinhard Schlögl Oskar Czeija
  3. Dokumentationsarchiv Funk

Weblinks