Oskar Jascha

Oskar Jascha (* 4. Juni 1881 in Wien; † 9. Januar 1948 ebenda) war ein österreichischer Komponist und Kapellmeister.

Oskar Jascha erhielt seine Ausbildung am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und war anschließend als Kapellmeister in Deutschland, Holland und Italien tätig. Danach wurde er ans Theater an der Wien verpflichtet und trat auch am Stadttheater Wien auf. Er komponierte zahlreiche Operetten, darunter Die Brasilianerin, die 1923 im Carltheater uraufgeführt wurde und Revanche für das Bürgertheater. Er schrieb aber auch Singspiele wie Ade, du liebes Elternhaus oder Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren und Revuen, von denen In Berlin ist was los 1905 am Carl Weiß Theater in Berlin zum ersten Mal in Szene ging. Insgesamt umfasst sein Œuvre rund 200 Werke.

Nach der Rückkehr aus dem Exil war er ab 1945 am Wiener Burgtheater und für Radio Wien tätig, wo er auch Aufführungen des Großen Rundfunkorchesters leitete.

Er ruht auf dem Evangelischen Friedhof des Wiener Zentralfriedhofs (VII,1). 1955 wurde die Oskar-Jascha-Gasse in Wien-Hietzing nach ihm benannt.

Literatur

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 4. Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 464.
  • Franz Stieger: Opernlexikon. Teil II, Band 2. Schneider, Tutzing 1977, S. 534
  • Wiener Stadt- und Landesarchiv (WSTLA): Biographischer Akt
  • Michael Wolf, Klaus Edel: Ausgesuchte Prominentengräber auf dem Evangelischen Friedhof Simmering. Eine Einführung in die Geschichte des Friedhofes und ein Begleiter zu ausgesuchten Prominentengräbern Hrsg. Evangelischer Presseverband in Österreich, Wien 2000.