Oskar Wintersteiner

Oskar Wintersteiner (* 1898 in Bruck an der Mur, Steiermark; † 1971 in den Vereinigten Staaten) war ein österreichisch-amerikanischer Chemiker und Biologe. Er ist heute vor allem dafür bekannt, dass er 1928 nachwies, dass Insulin ein Protein ist.

Leben und Werk

Wintersteiner erhielt eine Professur in Mikrochemie für seine Arbeit mit Fritz Pregl an der Universität Graz. Er unterrichtete dort bis 1926, bevor er zur Johns Hopkins University in Baltimore wechselte. Dort gelang ihm, zusammen mit seinem Laborkollegen Vincent du Vigneaud, der Nachweis, dass das menschliche Hormon Insulin lediglich aus zwei Aminosäuren besteht.

Danach arbeitete Wintersteiner für das Rockefeller Institute in New York und wurde 1929 als Assistenzprofessor für Chemie an die Columbia University gerufen. 1941 wechselte er ans Squibb Institute for Medical Research, wo er sich in der Zeit während des Zweiten Weltkrieges mit mehreren Projekten zur Rüstungsproduktion der Nation beschäftigte. Dort reinigte er auch Penicillin mit Hilfe der Mikroanalyse auf und konnte so als Erster zeigen, dass es Schwefel enthält.

Wintersteiner erhielt für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen und wurde 1950 in die US-amerikanische National Academy of Sciences gewählt.

Literatur

  • Oskar Wintersteiner, Hans Jensen: Darstellung und Eigenschaften des kristallisierten Insulins. Urban & Schwarzenberg 1936.

Weblinks