Ostermiething

Ostermiething
Wappen von Ostermiething
Ostermiething (Österreich)
Ostermiething
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 21,83 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 12° 50′ O48.04722222222212.830555555556423Koordinaten: 48° 2′ 50″ N, 12° 49′ 50″ O
Höhe: 423 m ü. A.
Einwohner: 3.179 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 145,63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5121
Vorwahl: 06278
Gemeindekennziffer: 4 04 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bergstraße 45
5121 Ostermiething
Website: www.ostermiething.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Holzner (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
17 ÖVP, 5 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Ostermiething im Bezirk Braunau am Inn
Altheim Aspach Auerbach Braunau am Inn Burgkirchen Eggelsberg Feldkirchen bei Mattighofen Franking Geretsberg Gilgenberg am Weilhart Haigermoos Handenberg Helpfau-Uttendorf Hochburg-Ach Höhnhart Jeging Kirchberg bei Mattighofen Lengau Lochen Maria Schmolln Mattighofen Mauerkirchen Mining Moosbach Moosdorf Munderfing Neukirchen an der Enknach Ostermiething Palting Perwang am Grabensee Pfaffstätt Pischelsdorf am Engelbach Polling im Innkreis Roßbach St. Georgen am Fillmannsbach St. Johann am Walde St. Pantaleon (Oberösterreich) St. Peter am Hart St. Radegund St. Veit im Innkreis Schalchen Schwand im Innkreis Tarsdorf Treubach Überackern Weng im Innkreis OberösterreichLage der Gemeinde Ostermiething im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Ostermiething ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 3179 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen, bis 2004 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Wildshut.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ostermiething liegt auf 423 m Höhe am Südrand des Oberen Weilhartsforstes im Oberen Innviertel. Westlich bildet der Fluss Salzach die Grenze zu Bayern. Die bayrische Stadt Tittmoning ist über die Salzachbrücke erreichbar. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,4 km, von West nach Ost 8,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,7 km². 25,8 % der Fläche sind bewaldet, 59,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Als eine der westlichsten Gemeinden Oberösterreichs gehört die Marktgemeinde Ostermiething zum Produktionsgebiet des Alpenvorlandes als Kleinproduktionsgebiet "Oberes Innviertel". Dieses Gebiet hat aufgrund seines geologischen Aufbaues und der natürlichen Produktionsbedingungen mit mittleren Jahrestemperaturen von 7,7 °C und Niederschlagsmengen um die 1000 mm günstige Voraussetzungen für Grünland und Futterbau. Das Gemeindegebiet von Ostermiething selbst ist durch seine südwestliche Exposition klimatisch begünstigt. Als Bodenart finden sich vorwiegend sandiger Lehm bis lehmiger Sand der Bodentype Parabraunerde. Die Niederterrasse an der Salzach hat den Aubodentyp. Ortsteile der Gemeinde sind: Diepoltsdorf, Ernsting, Ettenau, Felm, Gumpling, Hollersbach, Lohen, Marktl, Mukenham, Obersimling, Ortholling, Ostermiething, Roidham, Simling, Sinzing, Steinbach, Schwaig und Wimm.

Wappen

Blasonierung: Im Göppelschnitt geteilt; oben rechts von Blau und Silber schrägrechts gerautet, oben links in Rot ein silberner Pfahl; unten in Blau auf grünem Hügel eine goldene, gebildete, wachsende Strahlensonne. Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot. Das Rot-Silber-Rot kennzeichnet die Zugehörigkeit zu Österreich. Das gerautete Blau-Silber ist ein Symbol für die lange Verbundenheit mit Bayern. Die Banderole unter dem Wappen enthält den Schriftzug Juste iudicate filii hominum ("Richtet gerecht, ihr Menschen(söhne)"). Er bezieht sich auf den bis 1355 hier bestanden Gerichtssitz.

Geschichte

Das seit dem Jahre 600 v. Chr. zum keltischen Reich Norikum gehörige Gemeindegebiet wird 15 v. Chr. dem römischen Imperium eingegliedert und verbleibt bis 400 n. Chr. unter römischer Herrschaft. Um 500 errichten die Agilolfinger in Ostermiething einen Wirtschaftshof, der unter den Franken zu einer königlichen Pfalz erhoben wird. Von 739 bis 1784 untersteht Ostermiething dem Erzbistum Salzburg, sodann dem Bistum Linz. 740 wird Ostermiething in einer Schenkungsurkunde des Herzogs Odilo an die Zelle des heiligen Maximilian in Bischofshofen erstmals als Ostermuntingin urkundlich erwähnt. Unter Bayernherzog Heinrich dem Löwen wurde 1163 die Pfarre Ostermiething errichtet. Jahrhundertelang gehörte Ostermiething zu Bayern. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779/80 kam das gesamte Innviertel mit Ostermiething zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört der Ort durch Beschluss des Wiener Kongresses seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Am 6. Dezember 1927 wird die Gemeinde zum Markt erhoben. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im früheren im Jahre 1462 errichteten Pfarrhof und nunmehrigen Bezirksalten- und Pflegeheim stellen im Jahre 1941 aufgedeckte spätgotische Trockenfresken eine "Verkehrte Welt" dar, in der Vögel im Wasser und Fische auf Bäumen leben.

Die barocke mit Rokokoausstattung verzierte Pfarrkirche wurde in den Jahren 1676 bis 1683 unter Baumeister Josef Vilzkotter von Steckenbach errichtet. Eine Marmortafel beim linken Seiteneingang erinnert an die erstmalige Ausstellung von Urkunden in Ostermiething durch den Agilolfinger Herzog Tassilo III. im Jahre 748.

Das Schloss Ofenwang besteht heute nicht mehr. An seiner Stelle steht heute ein Bauernhof.

Verkehr

Ostermiething ist auf der Straße von Salzburg her kommend über die Bergheimer Landesstraße (L118) - Lamprechtshausener Bundesstraße (B156) - St. Georgener Landesstraße (L205) - Weilhart Landesstraße (L501) erreichbar, von Braunau kommend entsprechend über die Weilhart Landesstraße (L501) und von Mattighofen kommend über die Oberinnviertler Landesstraße (L503) - Frankinger Landesstraße (L504) - Mühlen Bezirksstraße 1009.

Die Bahnstrecke Bürmoos–Trimmelkam führt mit ihrer Endstation Trimmelkam bis auf circa vier Kilometer an die Marktgemeinde heran. Es ist vorgesehen diese Strecke, die als S11 in die S-Bahn Salzburg integriert ist und von der Salzburg AG betrieben wird, bis ins Ortszentrum von Ostermiething zu verlängern.[1]

Sport

Direkt durch Ostermiething führt das jährlich im August stattfindende Extremradrennen Race Around Austria. 2010 wurde hier aufgrund der Nähe zum Ziel in Schärding erstmals der sogenannte "Penalty Point" eingerichtet, wo die Teilnehmer ihre Strafzeiten absitzen müssen.

Der in Krimml beginnende 310 km lange Tauern Radwanderweg verläuft entlang der Flüsse Salzach, Saalach und Inn nach dem 760 Höhenmeter tiefergelegenen Passau und passiert bei KM 198 die Markgemeinde Ostermiething.

Die Turn- und Sportunion Ostermiething engagiert sich in diversen Sportarten, beispielsweise Fußball und Tennis.[2] 2011 feierte sie ihr 60-jähriges Bestehen.[3]

Öffentliche Einrichtungen

  • Gemeindekindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule und Polytechnische Schule
  • Landesmusikschule
  • Freibad
  • Bezirksalten- und Pflegeheim
  • Polizeiinspektion

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Ostermiething – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Verlängerung der Salzburger Lokalbahn bis Ostermiething
  2. Turn-u. Sportunion Ostermiething. Marktgemeinde Ostermiething, abgerufen am 14. Juli 2012.
  3. 60 Jahre Union Ostermiething. Marktgemeinde Ostermiething, abgerufen am 14. Juli 2012.