Oswald Trapp

Oswald Trapp (Graf von Matsch; * 17. September 1899 in Innsbruck; † 2. März 1988 in Volders in Tirol) war ein österreichischer Historiker und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Oswald Trapp wuchs auf der Churburg, der Stammburg der Familie Trapp in Südtirol auf. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und Innsbruck. Seine Dissertation behandelte die „Churburger Rüstkammer“. Promoviert hat er 1931 zum Dr. phil. Bereits ab 1930 war er als wissenschaftliche Hilfskraft und dann als „fachwissenschaftlicher Mitarbeiter für die Denkmalpflege in Tirol“ unter Landeskonservator Josef Garber beim Bundesdenkmalamt tätig. Nach dem Tod Garbers wurde er als Nachfolger bestellt. Er erhielt diese Funktion aus budgetären Gründen nur ehrenamtlich. Als dieser aber das BDA verlassen wollte, wurde er im Jahr 1934 doch in den wissenschaftlichen Dienst aufgenommen und wurde 1935 pragmatisiert.

Während der Kriegsjahre wurde er bis 1943 nur zu kurzzeitigen Wehrdienstleistungen herangezogen, musste aber ab 1943 regulär einrücken. Verdienste erwarb er sich in dieser Zeit im Schutz angesichts der „Bedrohung des beweglichen und unbeweglichen, vor allem des kirchlichen Kunstbesitzes“. In den Jahren 1937 bis 1946 war er auch Vorstand des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. Sein Hauptinteresse galt vor allem der Burgenkunde. Bis 1959 war er Landeskonservator von Tirol. Er starb 2. März 1988 auf Schloss Friedberg bei Volders.

Auszeichnungen

Werke

  • Tiroler Burgenbuch
  • Churburg
  • Die Kunstdenkmäler Tirols in Not und Gefahr

Literatur

  • Bibliographie Oswald Trapp, in: Schlern-Schriften 208 (1959), S. 160 ff.
  • Gritsch, Johanna [Hrsg.]: Festschrift für Landeskonservator Dr.Oswald Trapp anläßlich der Vollendung des 60.Lebensjahres (Beiträge zur Kunstgeschichte Tirols), Innsbruck 1959 (Schlern-Schriften; 208), (mit Bibliographie).
  • Frodl, Walter: Hofrat Dr. Oswald Trapp zum 70. Geburtstag. In: ÖZKD XXIII (1969), S. 220. - Frodl, Walter: Hofrat Dr. Oswald Trapp †. In: ÖZKD LXI (1987), S. 177–179.

Einzelnachweise

  1. VERSTORBENE EHRENPRÄSIDENTEN UND EHRENMITGLIEDER abgerufen am 16. Dezember 2012