Ottakringerbach

Ottakringerbach
Sankt UlreichspachVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Wien, Österreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Wienfluss → Donaukanal → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Gallitzinberg
48° 13′ 5″ N, 16° 16′ 1″ O48.21792516.26689
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Mündung Wienfluss48.19973516.366196Koordinaten: 48° 11′ 59″ N, 16° 21′ 58″ O
48° 11′ 59″ N, 16° 21′ 58″ O48.19973516.366196
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Großstädte WienVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt
Die Quelle des Ottakringerbachs am Gallizinberg

Die Quelle des Ottakringerbachs am Gallizinberg

Im Bereich der Mündung des Ottakringerbachs in den linken Wienflusssammelkanal befindet sich die sogenannte Überfallkammer, ein Schauplatz des Films Der dritte Mann.

Der Ottakringerbach (auch: Ottakringer Bach; vormals Sankt Ulreichspach) ist ein abgeleiteter Wiener Bachkanal mit Quelle am Gallitzinberg, der in den Wienfluss mündet. Er ist der zweitlängste Wiener Bach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Um 1449 hieß der heutige Ottakringerbach noch Sankt Ulreichspach. Zu damaliger Zeit floss er den Liebhartstalgraben entlang, dann über die heutige Thaliastraße in die Lerchenfelderstraße bis zur Döblergasse, wo er quer durch den Block beim Augustinplatz die Neustiftgasse erreichte. In der Nähe des St. Ulrichs-Platzes machte er eine Schleife um das Neudeggerschloss herum und zurück in die Neustiftgasse und führte dann weiter über den Minoritenplatz, die Strauchgasse, den Tiefen Graben und den Concordiaplatz, worauf er in den heutigen Donaukanal mündete.

Im 13. Jahrhundert wurde er erstmals umgeleitet. Er lief dann in künstlichem Gerinne über den Getreidemarkt zum Wienfluss, in den er bei der Secession mündete. Hier wurde bis ins Jahr 1843 eine Bleistiftmühle betrieben.

Neben der Entwässerung diente der Ottakringerbach auch der Entsorgung von Abfall. Da auch Tierkadaver in das Gewässer geworfen worden sein sollen, trug der Bach wohl zum Ausbruch der Pest und anderer Krankheiten bei.

Bei der heutigen Einmündung des Ottakringerbachs in die Wien wurde 1949 die Schluss-Szene des Filmes Der dritte Mann gedreht.

Überschwemmungen und die Folgen

Nach schweren Schäden durch Hochwasser wurde der Bach 1729 eingewölbt. Noch im selben Jahr zeigte sich bei einem Hochwasser die Wirkungslosigkeit der Maßnahme.

Bei der großen Kanalisierungswelle in Wien in den Jahren 1830 und 1831 baute man einen separaten Abfall- und Überwasserkanal, in den man den Ottakringerbach einleitete; Teile des alten Bachbetts schüttete man dabei zu. Die nächste große Überschwemmung 1845 richtete gleichwohl wiederum Verheerungen an.

1853 und 1862 sprengte der Bach sein Kanalbett und verursachte ein weiteres Mal erheblichen Schaden. Deshalb wurde er 1874 umgeleitet, so dass er nicht mehr hinunter in die Neustiftgasse floss, sondern geradeaus weiter längs der Lerchenfelderstraße bis zur Museumsstraße.

Siehe auch

Weblinks