Otto Aloys Graf Huyn

Otto Aloys Graf Huyn (* 4. September 1859 in Graz; † 8. Januar 1928 in Kremsmünster) war Generalmajor[1] der österreichisch-ungarischen Armee und befehligte die österreichischen Truppen in der letzten Reiterschlacht der Geschichte.

Leben

Otto Graf Huyn befehligte als Oberst während des Ersten Weltkriegs das Niederösterreich-Mährisches Dragoner-Regiment „Erzherzog Joseph“ Nr. 15. Dieses gehörte zur 4. Kavalleriedivision unter Generalmajor Edmund Ritter von Zaremba.

Otto Graf Huyn war Befehlshaber im letzten großen Reitergefecht der Weltgeschichte, das am östlichen Frontabschnitt im Zuge der Operationen in Galizien im Jahr 1914 stattfand. Bei Jaroslawice trafen am 21. August 1914 die österreichisch-ungarischen Truppen auf die 10. russische Kavalleriedivision unter General Markoff, aus dem Gefecht ging keine der beiden Seiten als Gewinner hervor. Bedingt durch die dreifache russische Artillerieüberlegenheit waren die Anstürme der Dragoner zwar mutig, aber letztendlich vergebens und verursachten sehr hohe Verluste.

Die Auswirkungen dieses Zusammentreffens waren vor allem durch die am Schlachtfeld zurückbleibenden Pferdekadaver gekennzeichnet und leiteten das Ende der noch aus dem 19. Jahrhundert herrührenden Kavallerie-Taktiken ein.

Ende September 1914 wurde Graf Huyn, nachdem er erkrankt war (wahrscheinlich Cholera), als Regimentskommandant ersetzt und ein Jahr später im Range eines Generalmajors in den Ruhestand versetzt. Er verstarb am 8. Januar 1928 in Kremsmünster.

Siehe auch: Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg#Kavallerieschlacht

Literatur

Hoen, Max und Waldstätten, Egon (Hrsg.): Jaroslawice 1914. Die letzte Reiterschlacht der Weltgeschichte. Wien: Amalthea 1929

Einzelnachweise

  1. Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816-1918. Österreichisches Staatsarchiv 2007 (PDF)