Otto Günther (1884–1970)

Otto Günther (* 30. September 1884 in Trebinje; † 25. März 1970 in Wien) war ein österreichischer Botschafter.

Leben

Otto Günther war römisch-katholisch und leitete vom 2. Januar 1923 bis 1929 die österreichische Vertretungsbehörde in München. [1] Am 22. Dezember 1920 wurde er zum Generalkonsul zweiter Klasse ernannt. 1926 wurde er zum Legationsrat erster Klasse befördert. Am 16. Januar 1930 wurde er zum außerordentlichen Gesandten und Ministre plénipotentiaire in Athen ernannt, wo er vom 25. Feber 1930 bis 29. Mai 1933 akkreditiert war. Ab 22. Januar 1931 war er konsekutiv in Tirana akkreditiert und ab 31. Januar 1933 konsekutiv bei Fu'ad I. in Kairo. [2]

Vom 1933 bis 1938 war er Gesandter in Paris und konsekutiv bei der Regierung der zweiten spanischen Republik. Von 1945 bis 1949 war er Chef des Protokoll im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. [3] Vom 13. Januar 1948 bis 1950 war er Botschafter in Buenos Aires.[4]

Vorgänger Amt Nachfolger
Johann Douglas Graf Thurn und Valsássina-Como-Vercelli Leiter der österreichischen Vertretungsbehörde in München
2. Jänner 1923 bis 1929
Julius Szilassy von Szilas und Pilis (1870–1935) österreichischer Botschafter in Athen
25. Feber 1930 bis 29. Mai 1933
Wilhelm Engerth
August Kral österreichischer Botschafter in Tirana
16. Jänner 1930 bis 29. Mai 1933
Anton Rintelen
österreichischer Botschafter in Kairo
31. Jänner 1933 bis 29. Mai 1933
Wilhelm Engerth
Erich Bielka
Heinrich Schmid (1888–1968) österreichischer Botschafter in Paris
29. Mai 1933 bis März 1938
Heinrich Schmid (1888–1968)
Alfred Grünberger österreichischer Botschafter in Madrid
29. Mai 1933 bis März 1938
Clemens Wildner
Alfons Knaffl-Lenz österreichischer Botschafter in Buenos Aires
13. Jänner 1948 bis 1950
Stefan Tauschitz

Einzelnachweise

  1. Michael Weigl: Das Bayernbild der Repräsentanten Österreichs in München 1918-1938: die diplomatische und konsularische Berichterstattung vor dem Hintergrund der bayerisch-österreichischen Beziehungen, Lang, 2005 - 462 S. 185
  2. Österreichisches Staatsarchiv, Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs, Band 51, Druck und Verlag der österreichischen Staatsarchiv, 2004 S. 357
  3. Josef Schöner, Eva-Marie Csáky, Franz Matscher: Wiener Tagebuch, 1992 - 491 S., S. 474
  4. Edith Blaschitz: NS-Flüchtlinge österreichischer Herkunft: Der Weg nach Argentinien, S. 11