Otto Höss

Otto Höss (* 4. Juni 1902; † 27. März 1971) war ein österreichischer Fußballspieler und Fußballtrainer, der in den 1920er Jahren im Nationalteam zum Einsatz kam.

Inhaltsverzeichnis

Vereinskarriere

Die Laufbahn von Otto Höss begann beim Wiener Sport-Club, wurde jedoch bald vom Ersten Weltkrieg unterbrochen. Der Spieler geriet in italienische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst im September 1919 nach Wien zurück. Im Jahr 1920 bestritt er einige Meisterschaftsspiele für den Sport-Club, konnte sich jedoch keinen Stammplatz erkämpfen. Noch im selben Jahr wechselte er kurzzeitig zum Wiener AF, nahm 1921 jedoch ein Angebot des DFC Prag an. Bei den Pragern spielte er in einer Angriffsreihe mit Karel Feller und Ferenc Szedlacsek und konnte 1923 den Meistertitel des deutsch-böhmischen Teilverbandes gewinnen.

Danach kehrte Höss nach Österreich zurück und schloss sich dem First Vienna FC an, wo er gemeinsam mit Friedrich Gschweidl, Otto Fischer und Rudolf Seidl spielte und in der Saison 1923/24 sowohl Vizemeister wurde, als auch den sechsten Platz in der Torschützenliste belegte. Anfang 1925 kehrte der im Innensturm gleichermaßen als Mittelstürmer wie als Verbinder eingesetzte Spieler zum Sport-Club zurück, wo er an der Seite von Karl Kanhäuser und Johann Strnad stürmte.

Mit Einführung des Berufsfußballs in Ungarn wurde die höchste Spielklasse auch für Mannschaften aus der Provinz geöffnet, und Höss wechselte Anfang 1927 zum Erstligisten Bástya Szeged. Mit den Südungarn erreichte er zweimal den siebenten Tabellenplatz und einmal das Halbfinale im Cupbewerb, ehe er nochmals nach Wien zurückkam und 1929 seine letzten Meisterschaftsspiele für den SK Slovan Wien bestritt.

Nationalmannschaft

Während seiner Zeit in Prag wurde Höss mehrfach in der Auswahl des deutsch-böhmischen Verbandes eingesetzt. Zu seinem Debüt im österreichischen Nationalteam kam er im September 1923, als er bei einem 0:2 gegen Ungarn als Einwechselspieler eingesetzt wurde. Sein erstes Tor erzielte er 1924 gegen Ägypten, seinen sechsten und letzten Einsatz hatte er 1926 wieder gegen die Ungarn, wo ihm ein weiterer Treffer gelang. Daneben wurde er auch viermal ins Wiener Städteteam berufen.

Trainerkarriere

Höss übersiedelte zunächst nach Frankreich, wo er als Spielertrainer beim SC de la Bastidienne in Bordeaux arbeitete. 1930 übernahm er dieselbe Funktion bei Cantonal Neuchâtel in der Schweiz und im folgenden Jahr beim nordböhmischen SK Tetschen-Bodenbach, ehe er ab 1932 vier Jahre lang ADO Den Haag betreute. Im Herbst 1937 war er beim Servette FC Genève tätig, im Anschluss daran übernahm er das Traineramt beim schwedischen Zweitligisten Gefle IF.

Erfolge

  • 1 × deutsch-böhmischer Meister: 1923
  • 1 × österreichischer Vizemeister: 1924
  • 6 Spiele und 2 Tore für die österreichische Fußballnationalmannschaft: 1923–1926