Otto I. von Graben

Otto I. von Graben, Herr von Kornberg (* 13. Jahrhundert Schloss Alt-Grabenhofen; † vor 1360 Schloss Kornberg) war ein Ritter und Mitglied des Adels des Herzogtums Steiermark.

Leben

Wappen der steirischen Von Graben, Siebmachersche Wappentafel

Otto entstammte dem edelfreien, im 13. Jahrhundert in die Ministerialität aufgegangenen Geschlecht der Herren von Graben. Seine Eltern waren Ulrich I. von Graben und Gertrud († beide ca 1325); geboren wurde Otto auf Schloss Alt-Grabenhofen, dem Sitz der aus dem Herzogtum Krain ins Steirische übersiedelten Von Graben. Seine erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1300, als er gemeinsam mit seinen Brüdern Veit, Ulrich II. und Friedrich I. von Graben ein Jahresvermächtnis an das Stift Rein stiftete. Im Jahre 1325 verpflichtete sich der Abt des Stiftes Rein den Gebrüdern Graben gegenüber, für deren im selben Jahr verstorbenen Vater Ulrich eine jährliche Gedächtnismesse zu lesen.

Im Jahre 1328 erstanden die Brüder Otto, Ulrich und Friedrich die Herrschaft Kornberg und das Schloss Kornberg, welches sie Friedrich Chorenberger abkauften. Kornberg wurde zum Stammsitz der Graben und namensgebend für die steirische Linie, die Kornberger Linie. Des Weiteren kauften die Brüder Graben die Dörfer Edelsbach und Krottendorf sowie den Gutshof zu Wetzelsdorf. Über seine Familienverhältnisse ist zu erfahren, dass er zuerst mit Katarina von Purgstall verheiratet war und dass dieser Ehe drei Kinder, Heinrich, Elisabeth und Beata, entstammten. Seine zweite Ehe ging er mit Adelheid Hofferin ein; dieser Ehe entstammten die Söhne Friedrich und Wolfgang sowie die Töchter Veronica, Barbara und Dorothea. Otto wird in einer Urkunde als Onkel des Ulrich von Stubenberg genannt. Otto muss noch eine dritte Ehe eingegangen sein. Der Name seiner Frau ist allerdings nicht in Erfahrung zu bringen; sicher ist nur, dass sie die Witwe des Symon von Tobel war. Zum Ende seines Lebens hin trat er auch als Käufer von Stubenbergischen Lehen in und um Markt Hartmannsdorf auf. Otto von Graben wurde auch als Ott von Graben von Gleichenberg erwähnt, woraus sich schließen lässt, dass er, einigen seiner Verwandten gleich, walseeischer Verwalter oder Burggraf von Gleichenberg war. Otto von Grabens Grabstätte befindet sich auf Schloss Kornberg.

Literatur

  • Adalbert Sikora: Die Herren vom Graben. In: Zeitschrift des historischen Vereines für Steiermark. 51. Jahrgang, Graz 1960, S. 57-62, 91.