Otto Knappe von Knappstädt

Otto August Knappe von Knappstädt (* 22. April 1815 in Oels; † 16. Februar 1906 in Neubrandenburg), war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Infanterie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Otto war der Sohn des späteren preußischen Generalmajors August Christoph Kappe von Knappstädt (1775-1852).

Nach dem Besuch der Gymnasien in Prenzlau und Neubrandenburg trat Knappe von Knappstädt als Musketier in das Infanterieregiment Nr. 40 der Preußischen Armee ein. Er wurde 1834 Sekondeleutnant und diente ab 1837 im Lehr-Infanteriebataillon. 1838 wurde er Bataillonsadjutant und 1850 Premierleutnant. Im gleichen Jahr erfolgte seine Versetzung als Adjutant bei der Kommandantur von Luxemburg. Seine Beförderung zum Hauptmann erhielt er 1852, die zum Major 1859 und zum Oberstleutnant 1864. Bei Ausbruch des Deutschen Krieges 1866 war er Oberst und Kommandeur des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1. Er kam hier nur in der Schlussphase der Schlacht bei Königgrätz zum Einsatz und seiner Einheit hatte nur äußerst geringe Verluste.

1870 war Knappe von Knappstädt zum Kommandeur der 3. Garde-Infanterie-Brigade aufgestiegen. Mit dieser Einheit kämpfte er im Deutsch-Französischen Krieg in der Schlacht bei Gravelotte, wo seine Brigade äußerst schwere Verluste erlitt und auch er selbst verwundet wurde[1]. Er kehrte erst im Dezember 1870 wieder zu seiner Einheit zurück, um an der Belagerung von Paris teilzunehmen.

Nach dem Krieg erhielt er 1871 die Beförderung zum Generalmajor. Knappe von Knappstädt war Mitglied der Kommission zur Beratung des Entwurfs eines Militärstrafgesetzbuches für das Deutsche Reich, bevor er 1876 zum Generalleutnant befördert und Offizier à la suite der Armee ernannt wurde. Gleichzeitig kommandierte man Knappe zu Knappstädt nach Württemberg als Kommandeur der 27. Division (2. Königlich Württembergische). Am 9. Dezember 1878 wurde er dann unter Enthebung seines Kommandos mit Pension zur Disposition gestellt. Mit 80 Jahren erfolgte am 18. August 1895 die Verleihung des Charakters als General der Infanterie.

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Verluste des preußischen Adels 1870/71 Institut Deutsche Adelsforschung