Otto Ludwig von Stutterheim

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Otto Ludwig von Stutterheim (1718–1780)

Otto Ludwig von Stutterheim, der Jüngere (* 1718 auf Gut Sellendorf in der Lausitz; † 29. März 1780 in Klostermansfeld) war ein preußischer Generalleutnant und Chef des Infanterie-Regiments Nr. 20 sowie Ritter des Schwarzen Adlerordens.

Sein Vater war der königlich polnische und kursächsische Kapitänleutnant Joachim Friedrich von Stutterheim (1683–1745), seine Mutter war Johanne Eleonore von Hacke (1687–1737) aus dem Haus Stülpe. Sein Bruder Joachim Friedrich von Stutterheim war ebenfalls preußischer Generalleutnant.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Im Alter von 14 Jahren trat er in preußische Dienste. König Friedrich II. nahm ihn dann als Flügeladjutant in sein Gefolge auf. Im Mai 1757 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Im September wurde er nach Ostpreußen geschickt. Er war dort Ratgeber und Nachfolger von Henning Bernhard von der Goltz (⚔ 30. August 1757 in Schlacht bei Groß-Jägersdorf) bei Feldmarschall Lehwaldt. Dieser operierte mit einer viel zu kleinen Armee gegen einen viel stärkeren Gegner und schrieb dem König, er möge ihm jemanden schicken, der das Commando entweder übernähme oder ihm assistire. Zudem hatte Stutterheim dem Auftrag zwischen Lehwaldt und dessen Stellvertreter Dohna zu vermitteln, da diese beiden nicht gut miteinander auskamen. Stutterheim gewann schnell die Gunst des Königs. Dieser beklagte sich bereits am 4. Mai 1758, dass ungenügend Informationen und ebenfalls zu wenige Rekruten aus Mecklenburg kämen. Dennoch wurde er im Januar 1758 zum Oberst ernannt. Am 26. Februar 1759 wurde er zum Generalmajor ernannt und erhielt im April selben Jahres das Infanterieregiment Nr. 20. Unter General von Manteuffel kommandiert er die Infanterie in Pommern. Als der General von den Schweden in Anklam gefangen wurde, übernahm Stutterheim das Kommando. Er agierte gegen die Schweden unter Jakob Albrecht von Lantingshausen sehr defensiv, da diese stark in der Übermacht waren, was aber den Zorn des Königs provozierte. So befahl er Prinz Heinrich einen General als Ersatz zu schicken, was dieser aber ablehnte weil er niemanden entbehren konnte. So blieb er während des Siebenjährigen Kriegs dort Kommandeur. Am 24. August 1767 wurde er zum Generalleutnant ernannt und im Jahr 1773 erhielt er den Schwarzen Adlerorden.

1718 war er zufällig in Potsdam und machte einige abfällige Bemerkungen über den bevorstehenden Bayrischen Erbfolgekrieg zudem bat er noch um seinen Abschied. Dieses verärgerte den Königs so sehr, dass er dem General alle Würden und Ehrenzeichen aberkannte. Daraufhin zog er sich auf das Gut Klostermansfeld zurück, wo er am 29. März 1780 starb.

Familie

Seine Frau war Christiane Wilhelmine Leckeny († 16. Juni 1752 in Berlin). Sie war die Tochter des preußischen Kriegs- und Domänenrats Friedrich Wilhelm Leckeny und Margarethe Christina Goslarn. Aus dieser Ehe hatte er Töchter.

Literatur

  • Julius Mebes: Beiträge zur Geschichte des Brandenburgisch-Preussischen Staates. Band I, S. 495, Digitalisat
  • Eduard Lange: Die Soldaten Friedrich's des Grossen. S. 81, Digitalisat
  • Karl von Sulicki: Der siebenjährige Krieg in Pommern und in den benachbarten Marken. Digitalisat
  •  Anton Balthasar König: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band IV, Arnold Wever, Berlin 1791, S. 428 (Otto Ludwig von Stutterheim in der Google Buchsuche).
  • Bernhard von Poten: Stutterheim, Otto Ludwig von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 78 f.

Weblinks