Otto Mauer

Grabstein von Otto Mauer am Friedhof von Brunn am Gebirge

Otto Mauer (* 14. Februar 1907 in Brunn am Gebirge; † 3. Oktober 1973 in Wien) war ein österreichischer Priester, Kunstsammler und Mäzen. Er leitete in Wien eine Avantgarde-Galerie.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

In seiner Jugend engagierte sich Mauer im Bund Neuland, 1931 wurde er zum Priester geweiht. Während der NS-Zeit wurde Otto Mauer mehrmals verhaftet und mit Predigtverbot belegt. Von Kardinal Innitzer und Prälat Karl Rudolf wurde er geschützt. Seit 1946 war Otto Mauer Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion. 1954 wurde er Domprediger in St. Stephan und er gründete in der Grünangergasse die berühmte Galerie nächst St. Stephan. Bald nach ihrer Gründung wurde die Galerie nächst St. Stephan zum Zentrum des österreichischen Informel (Maria Lassnig, Oswald Oberhuber). 1965 gründet Kardinal König den Stiftungsfonds Pro Oriente, Otto Mauer war Vorstandsmitglied.

Für die Galerie nächst St. Stephan sammelte Otto Mauer 3000 Werke von der klassischen Moderne bis zur informellen Malerei (darunter Werke von Alfred Kubin, Hans Fronius, Herbert Boeckl, Arnulf Rainer, Josef Mikl, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky, Friedensreich Hundertwasser und Christian Ludwig Attersee). Diese Werke befinden sich jetzt im Wiener Dom- und Diözesanmuseum.

Seit 1981 wird der Otto-Mauer-Preis jährlich an junge Künstler vergeben. Er gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für bildende Kunst in Österreich. Das Preisgeld kommt aus dem Otto-Mauer-Fonds, der 1980 als Stiftung der Erzdiözese Wien eingerichtet wurde.

Auszeichnungen

Publikationen

  • Das geschundene Reich Gottes: theologische Reden, herausgegeben und kommentiert von Werner Reiss, Hora-Verlag, Wien 1993, ISBN 3-213-00018-3.
  • Erschreckend - Wahr. Begegnungen von Hans Fronius und Otto Mauer. Herausgegeben von Bernhard A. Böhler und Christin Fronius unter Mitarbeit von Ferdinand Reisinger. Bibliothek der Provinz, Weitra 2001, ISBN 385252394X.
  • Otto Mauer. Über Kunst und Künstler. Herausgegeben von Günter Rombold. Residenz Verlag, Salzburg 1993, ISBN 3-7017-0786-3.

Weblinks