Otto Schaumann

Dieser Artikel erläutert den Chemiker; für den Fußballspieler siehe Otto Schaumann (Fußballspieler).

Otto Schaumann (* 14. April 1891 in Wien; † 24. Januar 1977 in Innsbruck) war ein österreichischer Chemiker und Pharmakologe.

Otto Schaumann absolvierte ein Studium der Chemie an der Universität Wien, wo er sich 1914 promovierte. Im Anschluss war er bis 1921, mit Ausnahme einer Zeit als Militärarzt im Ersten Weltkrieg, Assistent am Institut für Medizinische Chemie. Im Jahr 1921 wurde er Nachfolger von Hans Fischer an der Technischen Hochschule München. Ein Jahr später ging er in die Industrie. Im Jahr 1925 wurde er Vorstandsmitglied des Pharmakologischen Instituts des Werks Höchst am Main der IG Farben, was er bis 1945 blieb. Währenddessen wurde er 1941 an der Universität Frankfurt habilitiert. Im Jahr 1947 wurde er Professor an der Universität Innsbruck. Außerdem war er im Vorstand des Instituts für Pharmakognosie der Universität. Er forschte unter anderem über Arzneimittelwirkungen.

Im Jahr 1955 wurde Schaumann Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und 1962 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 1965 erhielt er mit der Schmiedeberg-Plakette die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie.

Literatur

  • Rudolf Vierhaus: Deutsche biographische Enzyklopädie, Band 8, München u. Leipzig, K. G. Saur, S. 778.