Otto Schmid (Architekt)

Otto Schmid (* 27. Juni 1857 in Maria-Lanzendorf; † 1921) war ein österreichischer Architekt. Er entwarf mehrere bedeutende Großhotels in Tirol.

Leben

Schmid wurde 1857 in Maria-Lanzendorf bei Wien geboren. Nach dem Studium der Architektur sandte ihn sein Lehrer Friedrich von Schmidt zur Restaurierung von Schloss Runkelstein nach Bozen.

Durch die Bekanntschaft mit Theodor Christomannos plante und errichtete er 1891–1892 in Sulden das Suldenhotel. Das Hotel blieb bis 1973 im Besitz der Familie. 1896 wurde das nach seinen Plänen gebaute Grandhotel in Trafoi eröffnet, das vom Verein für Alpenhotels I. Ranges in Tirol finanziert worden ist. Diesem folgte 1899 das Grandhotel Pragser Wildsee, das von Schmid für Eduard Hellensteiner geplant wurde.[1] 1903 wurde nach den Plänen von Otto Schmid das Grand Hotel Kitzbühel eröffnet. 1904 entstand in Sulden die evangelische Kapelle nach den Plänen von Otto Schmid. Im gleichen Jahr folgte die Kapelle am Pragser Wildsee. Auch beim Grandhotel Karersee am Karerpass war er als Architekt maßgeblich beteiligt.[2]

Einen Eindruck der Architektur der Zeit geben heute noch das Grandhotel Pragser Wildsee (Hotelbetrieb) und das Grand Hotel Kitzbühel (McKinsey Alpine University). Unverändert sind die beiden Kapellen. Das Trafoi−Hotel brannte im Jahr 1917 bis auf die Grundmauern ab. Das Suldenhotel wurde 1975 vollständig umgebaut.

Einzelnachweise

  1. Geschichte des Hotels Pragser Wildsee.
  2. Eintrag zum Architekten in erlebte Geschichte