Packalpe

Die Packalpe ist gemeinsam mit der Stubalpe jener Teil der Lavanttaler Alpen, in dem diese die Streichrichtung von West-Ost nach Nord-Süd ändern. Dieses Hochgebirge mit sanften Formen liegt zwischen dem Lavanttal und dem Weststeirischen Hügelland. Höchster Gipfel ist der Ameringkogel mit 2187 m ü. A.

Der Name wird aus slowenisch paka „Hügel, Anhöhe“, auch Bezeichnung für die „Wasserscheide“ (slowenisch paka voda „das verkehrt, nach der anderen Seite fließende Wasser“) abgeleitet.[1]

Der Name „Stubalpe“ wird davon abgeleitet, dass an den Grenzen der Grundherrschaften, die an den Gebirgsübergängen vom Grazer Becken in das obere Murtal beim Gaberl etc. lagen, Raststellen mit Stuben vorhanden waren, in denen sich die Reisenden erholen und wärmen konnten.[2]

Inhaltsverzeichnis

Topografie

Pack- und Stubalpe sind im Westen begrenzt durch das obere Lavanttal und den Obdacher Sattel. Im Norden reichen sie bis ins Murtal bei Zeltweg, während im Nordosten der Gaberlpass die Begrenzung zur Gleinalpe bildet. Im Osten schließt bei Köflach das Weststeirische Hügelland an, im Süden endet es am Packsattel. Sie ist ein Teil des Steirischen Randgebirges.

Vom südlich gelegenen Rücken der Hirschegger Alm teilt sich der Höhenzug und streift nach Nordwesten als Packalpe und nach Nordosten als Stubalpe aus. Die wichtigsten Berge sind:

  • Ameringkogel (2187 m ü. A.)
  • Größenberg - Größing (2152 m ü. A.)
  • Hirschegger Alm (1933 m ü. A.)
  • Rappoldkogel (1928 m ü. A.)
  • Speikkogel (1993 m ü. A.)

Das Gebiet wird von einem österreichischen Weitwanderweg durchquert:

  • Nord-Süd-Weitwanderweg (Weg 05)

Geologie

Die Packalpe besteht im Wesentlichen wie die Koralpe aus kristallinem Gestein (Gneis, Glimmerschiefer). In der Packalpe befinden sich Pegmatite, die Beryll enthalten. Daneben finden sich an diesen Stellen Turmalin, Epidot, Titanit, Zirkon, Kassiterit und Spodumen.[3]

Tourismus

Der Gebirgszug ist ein beliebtes Wandergebiet, vor allem im Bereich von Gaberl und Packsattel. Daneben bietet es auch einige kleine Skigebiete, die vor allem von der Landeshauptstadt Graz aus leicht erreichbar sind.

Hütten

  • Salzstieglhaus (1543 m ü. A.): am Hirschegger Sattel, einem alten Bergpass, der schon früh dem Salztransport aus dem Salzkammergut in die südliche Steiermark gedient hat. Von hier aus sind Speikkogel und Rappoldkogel als einfache, kurze Bergwanderung zu erreichen.
  • Knödelhütte (1410 m ü. A.): Am Aufstieg vom Packsattel zur Hirschegger Alm

Besonderes

Der Stubalm-Speikkogel darf nicht verwechselt werden mit den benachbarten Gleinalpen-Speikkogel und dem Großen Speikkogel auf der Koralpe.

Einzelnachweise

  1. http://wwwg.uni-klu.ac.at//spw/oenf/name4.htm Bergnamenverzeichnis]
  2. Franz Pichler: Die steirischen Hebalmen. In: Gerald Schöpfer (Hrsg): Menschen, Münzen, Märkte. Katalog der Steirischen Landesausstellung Judenburg 1989. ISBN 3-900-662-16-9. S. 78.
  3. Leopold Weber (Hrsg.): Handbuch der Lagerstätten der Erze, Industrieminerale und Energierohstoffe Österreichs. Erläuterungen zur metallogenetischen Karte von Österreich 1 : 500.000 unter Einbeziehung der Industrieminerale und Energierohstoffe. Archiv für Lagerstättenforschung Band 19 Wien 1997. Geologische Bundesanstalt ISBN 3-900312-98-2 ISSN 0253 – 097X. Seite 317. (PDF, 43 MB)

Siehe auch