Paul Angerer

Paul Angerer (* 16. Mai 1927 in Wien) ist ein österreichischer Dirigent und Komponist.

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Leben

Paul Angerer studierte an der Wiener Musikhochschule Klavier, Orgel, Geige und Viola. Nachdem er 1948 beim Genfer Musikwettbewerb eine Medaille gewonnen hatte, trat er eine Stelle beim Orchestre de la Suisse Romande an. Von 1953 bis 1956 war er Solobratschist der Wiener Symphoniker. Nach dem Gewinn des ersten Preises für eine Orgelkomposition auf dem internationalen Musikwettbewerb in Haarlem, Niederlande war er bis 1962 Chefdirigent des Wiener Kammerorchesters[1] sowie des Wiener Burgtheaters.[2]

Zwischen 1964 und 1982 war Angerer Chefdirigent oder Direktor der Opernhäuser von Bonn und Ulm sowie von 1968 bis 1972 Opernchef des Salzburger Landestheaters. Von 1971 bis 1981 leitete er das Südwestdeutsche Kammerorchester[3] und ab 1982 das Concilium Musicum in Wien. Mit diesen Orchestern machte er eine Vielzahl hoch geschätzter Aufnahmen. 1982 wurde er Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, wo er bis zu seiner Pensionierung 1992 blieb.[2]

Paul Angerer moderierte 17 Jahre lang im ORF, seit November 2001 gestaltet er eine eigene Sendung, Capriccio, bei Radio Stephansdom. Er lebt in Wien und in seinem Freihof in Unternalb bei Retz, Niederösterreich.[4]

Angerers Kompositionsstil wurde von Paul Hindemith beeinflusst.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Musica pro organo. Werk 18 (1946)
  • Konzertantes Quartett, 1951. Oboe, Horn, Viola, Cello (1951)
  • Sempre legato. Pentagonum für Klavier (1953)
  • Agamemnon muss sterben (dramatische Kantate, 1954)
  • „Ei du feiner Reiter“. Spielmusik für vier Stimmen (1954)
  • Die Paßkontrolle (Fernsehoper, 1958)[6]
  • Missa Seitenstettensis (1987)
  • Günter Brosche (Red.), —: Musikalische Dokumentation Paul Angerer. Dienstag, den 15. November 1988. Konzert – Ausstellung, Hoboken-Saal der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien (bis März 1989). Österreichische Nationalbibliothek, Wien 1988.
  • Mein musikalisches Leben - ein Capriccio. Immer derselbe - niemals der Gleiche. Wiener Dom-Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-85351-222-7.
  • —, 107,3 Radio Stephansdom: Paul Angerer liest „Geschichten aus meinem musikalischen Leben“. 1 CD. Wiener Dom-Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-85351-226-5.

sowie Konzerte und Kammermusikwerke.

Einzelnachweise

  1. Paul Angerer zurückgetreten. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Februar 1962, S. 4, unten links.
  2. a b CIC Preis für Jagd in der Kunst (2011) (…) Professor Paul Angerer (…). In: cic-wildlife.org, abgerufen am 28. September 2012.
  3. Orchesterbiographie. Das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim. In: Andreas Herrmann (Red.), Anne-Katrin Mücke (Red.): swdko-pforzheim.de, abgerufen am 28. September 2012.
  4. Paul Angerer. In: concilium.at, abgerufen am 28. September 2012.
  5. http://www.bmukk.gv.at/ministerium/preise/oaw.xml#toc3-id8, Zugriff am 28. Oktober 2012
  6. Radioprogramm der Woche (…) Montag, 8. Juni (…) Fernsehprogramm (…) „Paßkontrolle“. Oper von Angerer. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 7. Juni 1959, S. 20, Spalte 2, oben.

Weblinks