Peilertor

Das Peilertor vor 1732

Das Peilertor (auch Peurertor oder Baylertor) war ein aus der Zeit der Babenberger stammendes Wiener Stadttor zwischen Kohlmarkt und Tuchlauben, das 1732 aus Verkehrsrücksichten beseitigt wurde.

Das Stadttor in der Mitte der südwestlich ausgerichteten Seite des alten Römerlagers Vindobona dürfte auf die alte porta decumana zurückgehen. Zwischen 1278 und 1326 hieß es Peurer (Burg-)Tor, es galt als Ausgangspunkt der Reichsstraße nach Bayern, daher der Name. Es wurde schon zum Zeitpunkt des Ausbaus der Wiener Stadtmauern durch Leopold V. obsolet, erhielt sich aber noch über Jahrhunderte, vor allem als Gefängnis. 1511 wurde es umgebaut. Auf der Vogelschaudarstellung Jacob Hoefnagels aus 1609 ist es gut zu erkennen. 1732 wurde es abgerissen, 1867 wurde eine Gedenktafel angebracht, die aber schon zu Ende des 19. Jahrhunderts anlässlich eines Neubaus abgenommen wurde und in den Depotbestand des Wien Museums überging.

Literatur

  • Wilhelm Maximilian Kisch: Die alten Straßen und Plätze Wiens und ihre historisch interessanten Häuser. Wien 1883
  • Renata Kassal-Mikula: Steinerne Zeugen. Relikte aus dem alten Wien. Katalogband Wien Museum 2008
  • Peter Csendes, Ferdinand Opll, Friederike Goldmann: Die Stadt Wien. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, speziell S. 188

Weblinks

 Commons: Peilertor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.20961111111116.368666666667Koordinaten: 48° 12′ 35″ N, 16° 22′ 7″ O