Penk (Gemeinde Reißeck)

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Penk (Dorf, Ortschaft)
Katastralgemeinde Penk
Penk (Gemeinde Reißeck) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Spittal an der Drau (SP), Kärnten
Gerichtsbezirk Spittal an der Drau
Pol. Gemeinde Reißeck
Koordinaten 46° 54′ N, 13° 16′ O46.90083333333313.263333333333663Koordinaten: 46° 54′ N, 13° 16′ O
Höhe 663 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 320 (2001)
Gebäudestand 101 (2001)
Fläche d. KG 31,5982 km²
Postleitzahlenf0 A-9816 Penkf1
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 02097
Katastralgemeindenummer 73309
Zählbezirk/Zählsprengel Penk (20644 001)
Bild
Ein Großteil der Katastralgemeinde Penk gesehen vom Zwenberg: Links der Möll Orte Penk und Litzldorf, rechts Kohlstatt und Napplach (Blick talauswärts süd)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Penk ist ein Dorf im Mölltal in Oberkärnten, und Ortschaft und Katastralgemeinde der Gemeinde Reißeck im Bezirk Spittal an der Drau, Kärnten.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort Penk liegt etwa 25 Kilometer nordöstlich von Spittal an der Drau und dem Millstätter See, um 663 m ü. A. links (nördlich) der Möll am Fuß des Kampleck (2523 m ü. A.) und seiner Talschulter, dem Zwenberg.

Zum Ortschaftsgebiet gehört auch das Dorf Kohlstatt, die Einzellage Kirchheimer, die Ruine Mölltheuer und die Strumitzenalm. Die Ortschaft umfasst etwa 100 Gebäude mit um die 320 Einwohnern.

Die Katastralgemeinde Penk umfasst mehrere Ortschaften: Napplach, Kohlstatt, Penk, Litzldorf, Gappen, Zwenberg und Moos. Diese haben zusammen etwa 800 Einwohner, auf 31,6 km². Napplach und Kohlstatt liegen südlich der Möll, Litzldorf, Zwenberg, Gappen und Penk auf der nördlichen Seite. Das Katastralgebiet umfasst dann auch – bis auf die Südosthänge am Taleingang, die den Pfaffenberg der Gemeinde Obervellach bilden – das ganze Zwenberger Tal, das sich nordostwärts in die Reißeckgruppe erstreckt, bis an Gamolnigspitze (2788 m ü. A.), Riekenkopf (2898 m ü. A.), Tristenspitz (2930 m ü. A.) und Groneck (2691 m ü. A.)

Zum Zählsprengel Penk der Gemeinde gehört dann auch Teuchl, das umfasst etwa 350 Gebäude mit um die 900 Einwohnern.

Nachbarortschaften und -katastralgemeinden

Gappen


Zwenberg
KG Dornbach (Gem. Malta)
KG Obervellach (Gem. Obervellach)
Nachbargemeinden
Kohlstatt

KG Teuchl

Litzldorf

Geschichte

Burgruine Mölltheuer

Erstmals erwähnt wurde Penk als Pench in einer Schenkungsurkunde 1234, aus der gleichen Zeit stammt die Burgruine Mölltheuer. In der Ortschaft Penk befindet sich die katholische Pfarrkirche, St. Nikolaus. Erbaut wurde sie im 15. Jahrhundert, verändert in den Jahren 1714, 1766 und 1808.

Reisebeschreibung von 1825
Im Herbst 1825 kam der Wiener Alpinist und Hofkammerbeamte Josef Kyselak (1799-1831) bei seiner Österreichwanderung in Penk vorbei.[1] Was ihm besonders auffiel, war die Menge an schwarzen Schweinen, die hier gehalten wurden:

„Dieses Dörfchen scheint einigen Wohlstand an Viehzucht zu besitzen, wenigstens sah ich nirgends mehr Schweine als hier auf Höfen und Gassen umherlaufen. Schon außer Graz wunderte ich mich, meistens schwarzes Borstenvieh mit etwas längerer Schnauze und dünneren Beinen zu erblicken, im Drau- und Mölltale war gar kein anderes mehr zu sehen. Ich frug um die Ursache, und es hieß, die schwarzen Schweine seien weit leichter mit schlechter Nahrung zu erhalten als die weißen, und Wolf und Bär müssen sich überdies vor ihnen fürchten.“

In weiterer Folge geriet Kyselaks Hund Duna in einen Konflikt mit den furchtlosen Schweinen. Die beiden mussten sich vor „dreißig, groß und klein, mit Gebrumm und Lärm“ auf einer Anhöhe in Sicherheit bringen. Im Scharmützel erlitt Duna eine Wunde und Kyselak wurde das Beinkleid entzweigerissen.

Penk war bis 1973 eine eigene Gemeinde, dann wurde im Zuge einer Gemeindezusammenführung in Kärnten (Gemeindereform 1973) aus Penk, Kolbnitz und Mühldorf die Gemeinde Reißeck gegründet, welche Mühldorf 1992 wieder verließ.

Verkehr und Infrastruktur

Bahnhof Penk

Von Penk aus kann der Danielsberg und der Ort Teuchl erreicht werden. Es gibt auch eine Haltestelle Penk der Tauernbahn, unterhalb von Zwenberg, der über Gappen erreichbar ist, heute aber kaum mehr genutzt wird (vom Ort ist sie direkt nur zu Fuß erreichbar).

In Penk befindet sich ferner eine Volksschule, in der die ersten vier Jahre unterrichtet werden. Sie wird von rund zehn Schülern besucht.

Sehenswürdigkeiten und Tourismus

In das Zwenberger Tal führt eine schöne Wanderroute, doch ist der Talschluss unwegsam. Erst in der Höhe passiert der Reißeckhöhenweg Penker Gebiet (von Bergstation Reißeckbahn nordwestwärts im Abschnitt Zwenberger Scharte – Zwenberger Törl).

Dazwischen liegen Unterer Zwenberger See (2229 m ü. A.) und Oberer Zwenberger See (2501 m ü. A.) und zahlreiche weitere kleine Karseen.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Möllthal In: Goffriller, Gabriele (Hg.): Kyselak. Skizzen einer Fußreise durch Österreich. Salzburg, 2009. S. 130.