Peter Glaser

Dieser Artikel befasst sich mit dem Schriftsteller Peter Glaser. Die Biografie des ungarischen Jazzbassisten steht unter Péter Glaser.
Peter Glaser bei einem Vortrag auf der re:publica 2010

Peter Glaser (* 30. Juni 1957 in Graz, Österreich) ist ein Schriftsteller und Journalist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Peter Glaser ist seit 1980 in Deutschland ansässig und begleitet seither als Schriftsteller und Ehrenmitglied des Chaos Computer Clubs (CCC) die Entwicklung der digitalen Welt. Zunächst lebte er in Düsseldorf, wo er beim Stadtmagazin Überblick erste Erfahrungen mit Setzmaschinen (dem Composer der Firma IBM) und daraus folgend mit Computern sammelte. Nach einem musikalischen Intermezzo als Mitglied der O.R.A.V.s (zusammen mit seinem Grazer Jugendfreund Xao Seffcheque, Peter Hein und Thomas Schwebel) zog es ihn 1982/83 nach Hamburg. Glaser war Co-Redakteur der CCC-Zeitschrift Die Datenschleuder.

Bekannt wurde er durch seine Kolumne Glasers heile Welt, die von 1986 bis 1996 in der Zeitschrift Tempo erschien. Danach arbeitete er als Redakteur für die Illustrierte Konr@d sowie als Kolumnist für Die Woche. Seit März 2006 publiziert Peter Glaser regelmäßig im Blog der Online-Ausgabe der deutschen Technology Review. Auch auf dem Internetportal futurezone schreibt er regelmäßig Beiträge.

Auch der Stuttgarter Zeitung ist Glaser seit langem verbunden. Seit 2000 erscheint dort alle zwei Wochen Peter Glasers Netzkolumne, seit Juli 2008 führt er das Blog Glaserei. Sowohl die Kolumnen als auch das Blog beschreiben Bemerkenswertes, Phänomene und Kuriosa aus der digitalen Welt.

2002 gewann er den Ingeborg-Bachmann-Preis für seine Erzählung Geschichte von Nichts. Mittlerweile lebt und arbeitet Peter Glaser in Berlin-Spandau. Er war von 2003 bis 2007 Jury-Mitglied des Grimme Online Award.

Glaser hat einen Lexikon-Kurzeintrag zu seiner Person gedichtet: „1957 als Bleistift in Graz geboren, wo die hochwertigen Schriftsteller für den Export hergestellt werden; lebt als Schreibprogramm in Berlin.“ [1]

Auszeichnungen

Werke

  • Der große Hirnriß. Neue Mitteilungen aus der Wirklichkeit (mit Niklas Stiller). Rowohlt (rororo panther 5112), Reinbek 1983
  • Rawums. Texte zum Thema (als Herausgeber). Kiepenheuer & Witsch (KiWi 51), Köln 1984; Neuauflage 2003 (KiWi 806), ISBN 3-462-03349-2
  • Schönheit in Waffen. Stories. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1985
  • Vorliebe. Journal einer erotischen Arbeit. Rowohlt (rororo panther 5719), Reinbek 1986
  • Glasers heile Welt. Peter Glaser über Neues im Westen. Kiepenheuer & Witsch (KiWi 175), Köln 1988
  • 24 Stunden im 21. Jahrhundert. Onlinesein. Zu Besuch in der neuesten Welt. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995 (E-Book-Ausgabe)
  • Online-Universum. Meiré und Meiré und Peter Glaser loggen sich ein. Metropolitan, Düsseldorf 1996
  • Geschichte von Nichts. Erzählungen. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003, ISBN 3-462-03310-7

Weblinks

Zitatnachweis

  1. Crowd und Rüben Erläuterung Glasers zur Entstehung dieses Artikels im Blog der Zeitschrift Technology Review, vom 3. August 2007