Peter Infeld

Peter Infeld (geborener Peter Goretschan; * 8. Mai 1942 in Wien; † 15. April 2009 ebenda) war ein österreichischer Musiker, Saitenproduzent sowie Kunstsammler und -mäzen.

Biografie

Infelds leiblicher Vater fiel in Stalingrad. Seine Mutter heiratete Jahre später den Maschinenbauingenieur Otto Infeld, der mit dem Geigenbauer Franz Thomastik Stahlsaiten für Streichinstrumente entwickelte und den Sohn seiner Frau adoptierte.[1]

Infeld maturierte 1960 in Wien[2] und erhielt in jungen Jahren eine Gesangsausbildung zum Tenor.[3] Nach dem Tod seines Stiefvaters im Jahr 1965 übernahm seine Mutter Margaretha Infeld die Saitenfirma.[2] Ende der Sechzigerjahre begann er mit seiner Mutter Bilder zu sammeln, unter anderem Kunst aus Gugging und Naive Kunst aus Kroatien.[1] Infeld hatte eine Kunstsammlung mit über 12.000 Werken zusammengetragen und baute dafür das Jagdhaus des Schlosses Halbturn zu einer Ausstellungshalle um.[4]

Nach dem Tod der Mutter im Jahre 1994 wurde Infeld alleiniger Geschäftsführer der Thomastik-Infeld GmbH.[5]

Einzelnachweise

  1. a b Niederösterreichischen Nachrichten: Der Prinz und die Saiten; abgerufen am 1. Sep. 2010
  2. a b Niederösterreichischen Nachrichten: Zur Person: Peter Infeld; abgerufen am 1. Sep. 2010
  3. Das Amtshaus Margareten zeigt Werke von Prof. Ernst Fuchs aus der Sammlung Infeld; abgerufen am 1. Sep. 2010
  4. Kleine Zeitung: Unternehmer und Kunstmäzen Peter Infeld gestorben; abgerufen am 1. Sep. 2010
  5. Musikinstrumente: Peter Infeld verstorben; abgerufen am 1. Sep. 2010