Pfänderbahn

Talstation der Pfänderbahn
Bergstation

Die Pfänderbahn ist eine Luftseilbahn in Bregenz im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sie verbindet die Talstation auf 419 m ü. A. mit der 1022 Meter hochgelegenen Bergstation nahe der Pfänderspitze.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Planung

Entwurf der Zahnradbahn

Zunächst war die Errichtung einer Zahnradbahn angedacht, schließlich wurde sich für eine Schwebeseilbahn entschieden, da diese günstiger war und das Schneeräumen entfallen würde.

Bau und Eröffnung

Die Pfänderbahn wurde von Juli 1926 bis Februar 1927 erbaut und am 20. März 1927 als dritte Personen-Seilschwebebahn Österreichs durch Bundespräsident Michael Hainisch eröffnet. Die Baumaßnahmen wurden durch die Firma Adolf Bleichert & Co. aus Leipzig-Gohlis durchgeführt. Die Pläne für die Stationsbauten stammten vom Bregenzer Architekten Willibald Braun.

„Pfänderbahn neu“

Im Oktober 1994 wurde die Seilbahnanlage umfassend erneuert:

  • Austausch der Gondeln; sie sind nun vollverglast und bieten bis zu 80 Personen Platz.
  • Reduzierung der Stützen von vier auf zwei; somit bietet sich eine höhere Seilführung.
  • Einbau einer hydraulischen Einrichtung zur Seilspannung: das Schachtgewicht von 120 Tonnen wird mittels dieser Hydraulik an die Seile weitergegeben. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Schachtgewichtgeometrie von der Seilgeometrie getrennt werden konnte.
  • Die Seilfangbremsen sind entfallen, das Zugseil wurde entsprechend größer dimensioniert.
  • In den Stationen werden Schiebeperrons ("Schiebebahnsteige") genutzt um die Platzverhältnisse optimal auszunutzen.
  • Eine hydraulische Niveliereinrichtung stabilisiert die Gondel in der Parkposition damit das Ein- und Aussteigen besonders einfach wird und auch für Rollstuhlfahrer gut möglich ist.

Die Umbaumaßnahmen fanden unter Regie der Firma Doppelmayr statt.[1][2] Im Jahre 1998 wurde in der Talstation der Bahn, das Pfänderbahn Museum eröffnet.

Technische Daten

Der Höhenunterschied von 603 Metern wird auf einer Fahrstrecke von 2063 Metern mithilfe einer zweispurigen Pendelbahn überwunden. Das schräge Teilstück umfasst etwa 1980 Meter, die horizontale Länge rund 80 Meter. Die Spurweite ist in den Stationen auf 2,5 Meter reduziert, an Stütze 1 beträgt sie dagegen zehn Meter. Bei einer mittleren Neigung von 31 % bewegen sich die Kabinen mit einer Geschwindigkeit von bis zu zwölf Metern pro Sekunde. Die Fahrzeit beträgt sechs Minuten, bei Bedarf können alle zehn Minuten 80 Personen befördert werden.[2] Die Gondeln werden von der Bergstation aus mittels zwei 500-kW-Gleichstromelektromotoren angetrieben. Die Spannungsversorgung der Seilbahn erfolgt über zwei separate Stromzuführungen. Zusätzlich sind ein Notstromaggregat und Batterien vorhanden. Die Kommunikation zwischen Berg- und Talstation erfolgt analog über das Zugseil.

Einzelnachweise

  1. Eigene Anschauung am 21. Mai 2011
  2. a b Eintrag bei Seilbahngeschichte.at abgerufen am 22. Mai 2011  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche im Webarchiv) [1] [2] Vorlage:Toter Link/www.seilbahngeschichte.de

Weblinks

 Commons: Pfänderbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.5048239.752909Koordinaten: 47° 30′ 17″ N, 9° 45′ 10″ O