Pfarrkirche Kals am Großglockner

Kalser Pfarrkirche St. Ruprecht

Die Pfarrkirche Kals am Großglockner ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in der Gemeinde Kals am Großglockner in Osttirol. Die im Kern mittelalterliche Kirche ist dem heiligen Rupert geweiht und wird vom Kalser Friedhof umgeben. Gemeinsam mit diesem steht sie als eines von 13 Objekten der Gemeinden unter Denkmalschutz.[1]

Geschichte

Pfarrkirche Kals umgeben von der Fraktion Ködnitz

Kals ist eine Urpfarre der Salzburger Erzbistums. Der Ort wurde bereits 1197 als Pfarrort genannt. Das Pfarrpatronat war in der Folge in den Hände der Grafen von Görz, später gelangte das Patronat in die Hände des Haller Damenstiftes und des Landesfürsten. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde Kals dem Bistum Brixen zugeschlagen, nach dem Ersten Weltkrieg der Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch.

Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche ist aus dem Jahr 1366 überliefert, als Bischof Heinrich IV. von Lavant einen Altar weihte. Die Pfarrkirche bestand zu diesem Zeitpunkt jedoch wesentlich länger, da aus demselben Jahr die Weihe der Filialkirche St. Georg belegt ist. Ältester Teil der im Kern mittelalterlichen Kirche ist der Kirchturm. Ebenfalls überliefert ist die Weihe von drei Altären im Jahr 1439 durch Lorenz von Lichtenberg Am 6. Juni 1516 wurde die Kirche vermutlich nach einem Umbau und der Errichtung der Doppelkapelle durch Bischof Berthold von Chiemsee neu geweiht.

Ende des 18. Jahrhunderts entwarf Baumeister Thomas Mayr Pläne für einen Umbau der Kirche, die jedoch erst zwischen 1818 und 1821 verwirklicht wurden. Der Umbau führte zu einer Erweiterung des Langhauses und einer klassizistischen Umgestaltung. Nach einer neuerlichen Umgestaltung am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte 1925 ein Sakristeiumbau. Eine 1937 geplante Erweiterung der Kirche wurde nicht umgesetzt. 1943 wurde im Zuge umfangreicher Renovierungen der Innenraum völlig neu gestaltet. In den 1960er Jahren kam es erneut zu einer Umgestaltung des Innenraums.

Einzelnachweise

  1. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 30. Mai 2011) (pdf)

Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Lienz. Teil III. Iseltal, Defereggental, Kalsertal, Virgental. Verlag Berger, Horn 2007 ISBN 978-3-85028-448-6 (Österreichische Kunsttopographie, Band LVII), S. 301–323
  • Siegmund Kurzthaler: Geschichte - Kunst - Kultur. Begegnungen in der Nationalparkregion Hohe Tauern. Innsbruck 1997, S. 130–132

47.00099312.644531Koordinaten: 47° 0′ 4″ N, 12° 38′ 40″ O