Pfarrkirche Mariä Namen (Gressenberg)

Die Kirche im Juli 2007

Die Kirche Mariä Namen ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Pfarre Glashütten. Sie liegt im Ort Glashütten in der Gemeinde Gressenberg in der Steiermark. Ihre Geschichte führt bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Kirche wurde zwischen 1767 und 1769 vom Landsberger Maurermeister Anton Liebfahrt an der Stelle einer 1670 erbauten Holzkirche errichtet. Das Geld für den Kirchenbau wurde von Jakob Lenzenbauer gestiftet. Sie wurde 1770 geweiht und war bis 1788 eine Filiale der Schwanberger Pfarre. 1817 gehörte sie als Stationskaplanei zum Dekanat (Deutsch-)Landsberg, zur Pfarrkirche erhoben wurde sie 1892. Innenrestaurierungen fanden 1963 und 2003, eine Außenrestaurierung 2007 statt.[1][2]

Beschreibung

Blick auf den Hochaltar während der Sanierungsarbeiten im Jahr 2003

Die westliche Kirchenfassade hat einen geschwungenen Giebel, auf dem der Dachreiter mit Zwiebelhelm sitzt. Die Fassade ist von Pilastern gerahmt.[1]

An das Langhaus schließt ein schmälerer, rechteckiger Chor. Das Langhaus mit einem Flachkuppelgewölbe hat ein Rechteckjoch, an das ein schmales Emporenjoch anschließt. In den Raumecken sowie am Fronbogen befinden sich Wandpfeiler mit kräftigen Kapitellzonen, die den Charakter des Zentralraumes betonen. Östlich des Chores befindet sich die niedere Sakristei. Die Kanzel stammt aus der Bauzeit. Am Weihwasserbecken befindet sich eine Inschrift, welche auf den Kirchenstifter hinweist.[1]

Der barocke Hochaltar stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Darauf steht eine 1859 von Jakob Gschiel angefertigte Statue der Maria mit Kind. Die Seitenaltäre haben gemalte Rokoko-Prospekte und aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammende Mittelteile. Altar und Ambo aus Glas wurden im Jahr 2003 von Werner Schimpl gestaltet. Die Gewölbe sind mit aus der Bauzeit stammenden und 1892 von Felix Barazutti übermalten Rokokomalereien ausgestattet. Weiters befindet sich in der Kirche die so genannte „Glasmachermadonna“, welche aus der Zeit stammt, als in Gressenberg noch Glas hergestellt wurde.[1][2]

Quellen

  •  Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio Steiermark (ohne Graz). 2. Auflage. Berger, Horn/Wien 2006, ISBN 3-85028-439-5, S. 135-136.

Einzelnachweise

  1. a b c d  Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio Steiermark (ohne Graz). 2. Auflage. Berger, Horn/Wien 2006, ISBN 3-85028-439-5, S. 135-136.
  2. a b Pfarre Glashütten. www.katholische-kirche-steiermark.at, abgerufen am 3. November 2012 (deutsch).

Weblinks

 Commons: Pfarrkirche Mariä Namen (Gressenberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.82359715.059519Koordinaten: 46° 49′ 25″ N, 15° 3′ 34″ O